Bald neigt sich das Jahr dem Ende zu. Die Weihnachtsmärkte schließen, die letzten Lebkuchen liegen einsam im Regal und die Besinnlichkeit wird allmählich gegen Silvestereuphorie und der Hoffnung auf ein schöneres 2026 eingetauscht. Während also die ganze Welt ihre Neujahrsvorsätze formuliert, zieht mein eigenes Jahr in ganz anderen Bildern an mir vorbei: anders, aufregend, überraschend, glücklich, müde. Eine gemischte Tüte voller Emotionen und Erlebnisse. Und der einfachen Erkenntnis: Neuanfänge beginnen nicht zwangsläufig am 1. Januar, sondern verteilt übers ganze Jahr. Ganz ohne großes Feuerwerk. Dafür dieses Jahr mit einer Schultüte.
Ich brauche kein „Morgen fange ich mit diesem oder jenem an ...“, denn die schönsten Veränderungen kommen nicht über Nacht, sondern ganz natürlich. Ich wünsche mir vor allem normale Tage und Abende. Feste Routinen und leise Aha-Momente, die mich und meine Jungs zusammenhalten. Sie sind unscheinbar und gleichzeitig riesengroß. „Papaaa, ich mag unser Zuhause.“ – Eine kleine, süße Wahrheit, die ins Herz geht und die Zeit für einen Moment anhält. Erst nach einer Weile merke ich, dass eine neue Sicherheit im Alltag ihren Platz gefunden hat. Ein schleichender Neuanfang. Und ein neues Miteinander für uns alle.