Nur widerwillig ist Karli aus der Stadt in ein Hotel in den österreichischen Alpen gezogen, das die Eltern gekauft haben. Dass der Zwölfjährige in seinen Ferien beim Renovieren helfen muss, schmeckt ihm ebenso wenig wie die Tatsache, dass das Internet nicht funktioniert und er nicht einmal mit seinen alten Freunden chatten kann. Eines Tages findet er heraus, dass er mit dem alten Lastenaufzug in die Vergangenheit des Hauses und auch wieder zurück in die Gegenwart reisen kann. Im Jahr 1938 ist es jedoch gefährlich, denn nicht nur ein Dieb treibt im Hotel sein Unwesen – vor allem haben die Nazis die Macht im Alpenraum ergriffen und das jüdische Mädchen Hannah, das Karli kennenlernt, schwebt in großer Gefahr, wie er nach und nach erfährt. Der in einen Kinderkrimi-Plot eingebettete Zeitreise-Kniff ermöglicht es, dass schon ältere Grundschulkinder auf altersgerechte Weise und stets aus kindlicher Perspektive etwas über die dunkelste Zeit der europäischen Geschichte erfahren können. Beim größten deutschen Kindermedien-Festival „Goldener Spatz“ erhielt das gelungene Werk den Preis der Kinderjury.
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