Jugendliche brauchen Orte, an denen sie sich ausprobieren können – jenseits von Leistungsdruck, Social Media und festen Rollenbildern. Genau solche Räume schaffen zwei kreative Projekte in Düsseldorf. Mit „Next Gen Girls“ und „nextGenBoys“ werden Mädchen und Jungen dabei unterstützt, ihre Persönlichkeit zu entdecken, Talente zu entwickeln und ihre eigene Stimme zu finden. Im Mittelpunkt stehen Kreativität, Gemeinschaft und die Frage: Wer bin ich – und wer möchte ich sein?
Next Gen Girls: Mode, Identität und nachhaltiges Design
Das Projekt „Next Gen Girls“ richtet sich an Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren, die Lust haben, ihren eigenen Stil zu entdecken und Mode einmal ganz anders zu denken. Statt Trends zu kopieren, entwickeln die Teilnehmerinnen eigene Ideen, Designs und Botschaften. Das Motto: „Own your style. Own your voice.“ Im kreativen Prozess arbeiten die Mädchen mit Vision Boards, entwickeln Konzepte für eigene Designs und setzen sich mit Themen wie Körperbild, Weiblichkeit und Identität auseinander. Auch nachhaltiges Design spielt eine wichtige Rolle: Beim Upcycling werden alte Kleidungsstücke neu gestaltet, Materialien ausprobiert und ein bewusster Umgang mit Mode vermittelt. Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist das Styling und ein Fotoshooting, bei dem die entstandenen Ideen sichtbar gemacht werden. Neben gestalterischen Fähigkeiten stärkt das Projekt auch Selbstbewusstsein, Reflexionsfähigkeit und das Gefühl von Gemeinschaft.
Das Angebot ist kostenfrei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Die Gruppe ist bewusst klein gehalten und auf zehn Teilnehmerinnen begrenzt. Treffpunkt ist das KRASS-Haus am Bürgerhaus Eller (Jägerstraße 31) in Düsseldorf.
nextGenBoys: Kreativität, Musik und Bewegung
Während „Next Gen Girls“ den Fokus auf Mode und Design legt, verbindet das Projekt „nextGenBoys“ verschiedene kreative und sportliche Elemente. Seit über einem Jahr unterstützt das Programm Jungen dabei, ihre Persönlichkeit zu stärken, Talente zu entdecken und neue Perspektiven für ihre Zukunft zu entwickeln.
Ein zentraler Bestandteil ist die Musikproduktion. Die Teilnehmer schreiben eigene Texte, produzieren Beats, nehmen Songs auf und drehen sogar Musikvideos. Musik wird dabei zum Ausdrucksmittel für Gedanken, Gefühle und Zukunftsideen. Auch bildende Kunst gehört zum Programm: Beim Malen, Zeichnen oder Arbeiten mit Mixed Media entstehen kreative Projekte, die zur Selbstreflexion anregen. Themen wie Identität, Herkunft und Zukunft werden dabei künstlerisch verarbeitet.
Ein besonderes Element ist das Boxtraining. Hier geht es nicht um Wettbewerb, sondern um Respekt, Disziplin und Fairness. Die Jungen trainieren Körperwahrnehmung und Selbstkontrolle und lernen, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Ergänzt wird das Programm durch gemeinsame Ausflüge zu kulturellen Einrichtungen, Sport- und Kunstveranstaltungen sowie zu neuen Orten in der Stadt.
Das Projekt läuft von März bis Dezember 2026. Die Gruppe umfasst etwa zehn bis fünfzehn Teilnehmer und trifft sich einmal wöchentlich für drei Stunden während der Schulzeit. Zusätzlich sind Workshops in den Ferien geplant.