Die 13-jährige Sarah lebt in der Münchner Hochhaussiedlung Neuperlach und stößt zufällig im Internet auf den finnischen Trendsport „Hobby Horsing“. Jugendliche trainieren dabei mit selbstgebastelten Steckenpferden Dressur- und Springparcours – mit erstaunlich viel Ernsthaftigkeit und Leidenschaft. Sarah ist sofort begeistert. Ihre beste Freundin Dilek hingegen findet das Ganze eher peinlich. Trotzdem lässt sie sich überreden, mitzumachen. Was als gemeinsames Abenteuer beginnt, wird schnell zur Belastungsprobe, als die beiden in der Schule verspottet werden. Gerade für Kinder im Übergang zur Teenagerzeit ist die Angst, „anders“ zu sein, riesig – und genau das greift der Film sensibel auf. Der Film zeigt einfühlsam, wie wichtig es ist, Kinder in ihren Leidenschaften ernst zu nehmen. Nicht jedes Hobby muss für Erwachsene sofort nachvollziehbar sein. Manchmal steckt hinter einem Steckenpferd eben viel mehr: Selbstvertrauen, Gemeinschaft und der Mut, zu sich selbst zu stehen.
Warum der Film Familien bewegt
Gerade für Familien mit Kindern ab etwa neun Jahren ist dieser Film ein toller Gesprächsanlass. Themen wie Gruppenzwang, Leistungsdruck und echte Freundschaft werden ehrlich, aber altersgerecht erzählt. Auch das Thema Eltern-Erwartungen spielt eine wichtige Rolle – ohne Schuldzuweisungen, aber mit viel Feingefühl. Und vielleicht sitzt Du danach mit Deinem Kind im Kinofoyer und hörst: „Mama, ich will das auch ausprobieren!“ Manchmal beginnen große Träume eben ganz klein – auf einem Steckenpferd.
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