Mit Filmen wie „Mia und der weiße Löwe“ und „Ella und der schwarze Jaguar“ besetzt der Franzose Gilles de Maistre seit einigen Jahren erfolgreich eine Nische im Kinderfilmgenre, bei der es verwundert, dass sich nicht mehr Regisseure ihrer annehmen: Recht simple, aber abenteuerliche Storys über die Verbindung zwischen Menschen und wilden Tieren, die nicht bloß CGI-Effekte sind, sondern real existieren, umgesetzt in prächtigen Bildern. Zuletzt klappte das beim zu langatmigen „Moon, der Panda“ nicht mehr ganz so gut. Mit „Die Legende des Wüstenkindes“ hat de Maistre nun aber zu alter Stärke zurückgefunden. Darin erzählt er – ummantelt von einer Rahmenhandlung im Hier und Jetzt – die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte eines Nomadenjungen namens Hadara. Der geht im frühen 20. Jahrhundert als Zweijähriger in der Sahara während eines Sandsturms verloren. Wie durch ein Wunder überlebt das Kleinkind aber und wächst in den folgenden zehn Jahren in einer Gruppe von Straußen auf, ähnlich wie Mogli in „Das Dschungelbuch“ in einem Wolfsrudel, bis er erstmals wieder Menschen begegnet.
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