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Wildbienen entdecken

Ein neuer Wildbienen- und Insektengarten eröffnete am 1. April am Ökotop Heerdt für die Öffentlichkeit. Auf einer rund 2150 Quadratmeter großen, städtischen Fläche ist ein vielfältiger Lebensraum entstanden, der insbesondere Wildbienen, aber auch anderen Insektenarten Nahrung, Nistmöglichkeiten und Schutz bietet. 

Biene an Blume

Isabella Lacourtiade

08.04.2026

Lesezeit 2 Minuten

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, die Entwicklung dieses besonderen Naturraums aktiv zu begleiten und mehr über die Bedeutung der biologischen Vielfalt zu erfahren. Das Projekt wurde durch die Landeshauptstadt Düsseldorf im Rahmen eines Maßnahmenpakets finanziell unterstützt und in enger Zusammenarbeit mit dem Ökotop Heerdt e. V. umgesetzt. Die weitere Ausgestaltung, Pflege sowie die Umweltbildungsangebote über einen Lehrpfad werden durch den Verein übernommen, unterstützt durch fachliche Expertise des Naturschutzbundes (NABU). Auch die Naturschutzjugend (NAJU) hat sich ehrenamtlich an der Entwicklung des Gartens beteiligt.

Lebensraum für spezialisierte Wildbienenarten

Der Wildbienengarten wurde in seiner Grundstruktur bereits im Juni 2024 fertiggestellt. Seither konnten sich die angelegten Lebensräume entwickeln und das Saatgut aufgehen. Entstanden sind unter anderem artenreiche Wildblumenbeete als Nahrungsquelle, etwa 60 Quadratmeter große Sandarien als Nistflächen für bodenbrütende Wildbienen sowie ein Feuchtbiotop. Ergänzt wird das Angebot durch heimische Sträucher, darunter auch Beerenobst, sowie Bestandsbäume und Wildstauden. Gerade spezialisierten Wildbienenarten, die oft auf Pollen und Nektar einer einzigen Pflanzenart als Nahrungsquelle angewiesen sind, soll der Garten einen Lebensraum bieten. So besteht die Hoffnung, dass sich die seltene Knautien-Sandbiene, die ausschließlich die Wiesen-Witwenblume nutzt, künftig im Garten ansiedelt. Diese Art kommt unter anderem an den Rheindeichen in Düsseldorf vor.

Optimale Bedingungen für heimischen Wildbienenarten 

Wildbienen gehören zu den wichtigsten Bestäubern, sind jedoch stark gefährdet: Mehr als die Hälfte der Arten gilt als bedroht oder bereits ausgestorben. Dabei nisten rund 80 Prozent der Wildbienen im Boden und nicht in klassischen Insektenhotels. Der neu geschaffene Wildbienengarten schafft optimale Bedingungen für möglichst viele der rund 360 in Nordrhein-Westfalen heimischen Wildbienenarten sowie für zahlreiche weitere Insekten. Ziel war es, bestehende Initiativen einzubinden, neue Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen und insbesondere die Umweltbildung für Kinder und Jugendliche zu stärken.

Anmeldung erforderlich

Der Wildbienengarten ist kein frei zugängliches Gelände und kann nur nach vorheriger Anmeldung besucht werden. Die regulären Öffnungszeiten sind: Montag und Dienstag von 15 bis 17 Uhr sowie Mittwoch und Donnerstag von 10 bis 12 Uhr. Zusätzlich finden regelmäßig Veranstaltungen statt, darunter das „Café Ökotop“ am ersten Samstag im Monat sowie weitere Aktionstage. Zu diesen Terminen kann auch der Wildbienengarten besucht werden. Anmeldungen sind telefonisch möglich unter 0211.501312 oder per E-Mail an info@oekotop.de.

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