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Alles digital?

Ob Handy-Apps, Lernprogramme im Internet oder Spiele auf dem iPad – lĂ€ngst sind digitale Medien bei vielen Familien zu lieb gewonnenen Helfern geworden. Auch Familie Dittmann-Collinet setzt auf digitale Tools im Alltag.

ein kleines MÀdchen liegt auf dem Bett und hÀlt ein Tablet in den HÀnden

Viola GrÀfenstein

02.11.2023

Lesezeit 3 Minuten

Um den Familienalltag zwischen Arbeit, Haus, Freizeit und Schule effektiv zu organisieren, nutzen Nathalie Collinet und ihr Mann Fabian Dittmann aus DĂŒsseldorf verschiedene digitale Medien. Zum Lieblingstool zĂ€hlt fĂŒr die Mutter ein digitaler Apple-Kalender auf ihrem Handy, mit dem sie alle Termine im Blick hat. „FrĂŒher hing unser Familienkalender an der Wand, aber heute ist ein digitaler Kalender einfach viel praktischer, da wir alle Termine flexibel von unterwegs eintragen und darauf zugreifen können“, sagt Nathalie Collinet. Am Sonntagabend tragen deshalb alle die wichtigsten Wochentermine ein. Dazu zĂ€hlen Elternabende, Sportveranstaltungen, Arzttermine, die Arbeiten, die in der Schule geschrieben werden, sowie die Babysitter-Termine der 14-jĂ€hrigen Tochter Mathilda. „Das klappt gut. Allerdings habe ich parallel auch immer noch meinen handschriftlichen Kalender. Da bin ich ganz altmodisch“, sagt Collinet lachend. FĂŒr die Kommunikation unterwegs hat sie außerdem verschiedene Whatsappgruppen eingerichtet. „Ich möchte wissen, was los ist, und vernetze mich einfach gerne, um informiert zu bleiben. In den Whatsappgruppen tausche ich mich mit Freundinnen und Eltern aus den Schulen unserer Kinder aus. Außerdem habe ich verschiedene Elterngruppen, in denen wir ĂŒber FreizeitaktivitĂ€ten in DĂŒsseldorf und Umgebung sowie ĂŒber gĂŒnstige Angebote oder FlohmĂ€rkte in der Region chatten. Und natĂŒrlich gibt es auch noch unsere Familiengruppe“, sagt Nathalie Collinet. Auch der zehnjĂ€hrige Sohn Vitus hat mit dem Wechsel in die fĂŒnfte Klasse ein Handy bekommen und wird nun schrittweise an die Terminorganisation und Absprachen ĂŒber den Familienkalender herangefĂŒhrt. Beide Kinder besitzen zudem ein iPad. 

Fluch und Segen zugleich

Vater Fabian Dittmann ist als GeschĂ€ftsfĂŒhrer einer Medienproduktion in DĂŒsseldorf digitalen Medien gegenĂŒber grundsĂ€tzlich sehr aufgeschlossen. Dennoch sind ihm auch die Gefahren der Tools bewusst. „Der Umgang mit digitalen Medien ist sinnvoll und wird auch spĂ€ter im Beruf immer wichtiger, auf der anderen Seite wissen wir natĂŒrlich auch, wie stark man sich damit ablenken kann und schnell in eine Bubble gerĂ€t, wenn man zu lange davor hockt. Digitale Medien sind also Fluch und Segen zugleich“, so Dittmann. Deshalb haben die Eltern ihren Kindern erst ab der fĂŒnften Klasse ein Handy erlaubt. „Alle FĂŒnftklĂ€ssler haben mittlerweile ein Handy. Wir reglementieren aber den Umgang. FĂŒr beide Kinder haben wir fĂŒr alle relevanten Apps altersgemĂ€ĂŸe Bildschirmzeiten eingerichtet. Vor dem Schlafengehen mĂŒssen beide Kinder die Handys aus ihrem Zimmer legen. Das klappt in der Regel gut“, so 
Nathalie Collinet. 

Gefahren in der Schule

Außerdem möchten beide Eltern ein Auge darauf haben, was in den Whatsappklassengruppen ihres Sohnes ausgetauscht wird, da er erst seit Kurzem ein Handy nutzt. „Wenn Inhalte verschickt werden, mit denen wir nicht einverstanden sind oder die nicht altersgemĂ€ĂŸ wĂ€ren, wĂŒrden wir einschreiten.“ GrundsĂ€tzlich setzen beide Eltern aber auf Vertrauen. „Wir versuchen unsere Kinder so zu erziehen, dass sie wissen, welche Gefahren beispielsweise die Kommunikation ĂŒber die sozialen Medien bergen können, denn öffentliche Profile bei Instagram könnten ungewĂŒnschte Personen anlocken“, so Dittmann. „Mathilda nutzt vorwiegend Snapchat und Instagram. FĂŒr Vitus gibt es beispielsweise Youtube Kids, aber er sieht natĂŒrlich, was seine Ă€ltere Schwester macht. Das ist manchmal ein Problem“, sagt Nathalie Collinet.

Lernen mit Apps 

Das Lernen funktioniert hingegen bei den Kindern mit Apps und digitalen Programmen richtig gut. „Wir nutzen fĂŒr Vitus seit Kurzem den Vokabeltrainer Phase 6 sowie fĂŒr beide Kinder Duolingo zum Lernen von Sprachen. Die App Sofatutor hat auch ein paar sinnvolle Übungen. Die Apps sind motivierend. Wir mĂŒssen nicht lange ĂŒberlegen und den Kindern macht das Lernen mit Hilfe des iPads natĂŒrlich mehr Spaß“, sagt Vater Fabian Dittmann. In der Schule lĂ€uft in der neunten Klasse der Tochter Mathilda das meiste mittlerweile ĂŒber ihr iPad. „Der Nachteil ist, wir kriegen gar nicht mehr so viel mit, was unsere Tochter alles aufschreibt, da es keine klassische HeftfĂŒhrung mehr gibt, aber gleichzeitig ist es ja auch der Lauf der Zeit und bereitet Mathilda optimal auf den Berufsalltag vor“, so Nathalie Collinet.

Statt Fernsehen Kinoabend mit Popcorn 

Einen Fernseher sucht man bei der Familie hingegen vergeblich. „Wir haben unser FernsehgerĂ€t aus dem Wohnzimmer verbannt. Die Kinder haben im Alltag schon genug Kontakt mit den Medien. Außerdem wollen wir kein kommerzielles Fernsehen mehr, sondern selbst aussuchen, was lĂ€uft“, sagt Fabian Dittmann. Deshalb hat sich die Familie auch etwas Besonderes ausgedacht. „Wir machen einmal im Monat zu Hause einen Kinoabend mit Popcorn und Chips. Das lieben wir alle“, sagt Fabian Dittmann.

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