36 Grad, erfrischendes Essen und eine hitzige Diskussion zwischen meinen Jungs: „Das ist kein echter Urlaub“, sagt der Kleine. „Was redest du? Der Urlaub könnte nicht echter sein“, entgegnet der große Bruder. Man sagt ja, Urlaub sei Erziehung, nur woanders. Was ist da dran? Und wie kann es sein, dass drei Menschen Zeit so unterschiedlich empfinden?
Während die Vorfreude der Kinder schon Wochen vorher spürbar war, hakte ich meine Checkliste sauber im Kopf ab: check, check, check. Es wird schon alles dabei sein. Die Koffer fühlen sich jedenfalls so an. Mit dem Klatschen bei der Landung beginnen für die Jungs die Ferien. Während ich gedanklich schon bei der Autovermietung bin, füllen sich die Gesichter der Jungs mit Freude. Ich beneide sie darum.
Vor uns liegt ein Sommerurlaub, der ganz ohne All-inclusive und Animationsprogramm auskommt. Die Art von Auszeit, die ich auch ohne Kinder machen würde. Abgesehen von der Playlist mit denselben drei Songs in Dauerschleife. Ein Glück, dass die Simone-Sommerland-Phase schon lange vorbei ist.