Wer über die ersten frustrierenden Versuche hinausgekommen ist – wohin FLIEGT das Ding denn nur??? –, merkt schnell, dass die Scheibe Potenzial hat. Ausbaufähig, dachten sich auch Frisbee-Freaks in den 60er-Jahren und erfanden die ultimative Challenge für eine größere Gruppe an Spielern.
Was ist Ultimate Frisbee?
Ultimate oder auch Ultimate Frisbee ist ein Mannschaftssport, der ursprünglich aus den USA kommt. Deshalb enthält der Sport auch Elemente von Basketball oder American Football, aber gespielt wird mit einer Frisbee-Scheibe – mit jeweils sieben Leuten bzw. fünf Kindern pro Mannschaft. Ein Ultimate-Feld ist 100 m lang und etwa 37 m breit, also ungefähr so lang wie ein Fußballfeld, nur etwa halb so breit. Kinderfelder sind noch kleiner, etwa 50 mal 20 Meter (U14) und etwa 65 mal 25 Meter (U17/U20). Beim Ultimate gibt es verschiedene Spielklassen, es gibt Damen, Mixed, Open und Jugend, wobei hier noch in U14, U17 und U20 unterteilt wird.
Wie funktioniert’s?
Ultimate Frisbee ist ein schneller Teamsport, gefragt sind Ausdauer, Geschicklichkeit und schnelle Reaktion. Ziel ist es, die Frisbee-Scheibe einem Mitspielenden am Ende des Feldes, in der gegnerischen Endzone, zuzuwerfen – und er oder sie muss sie natürlich auch fangen. Dafür gibt es einen Punkt. Damit das klappt, wird sehr viel gelaufen, Körperkontakt ist allerdings verboten und bedeutet Foul. Ebenfalls verboten: Mit der Scheibe in der Hand zu laufen – die Mitspielenden müssen sie sich gegenseitig passen . Sobald man von einem Gegenspieler angezählt wird, darf sie nur zehn Sekunden bei einem Spieler verbleiben, erlaubt ist in dieser Zeit maximal ein Sternschritt, es muss also ein Fuß am Boden bleiben. Ultimate Frisbee ist vermutlich der einzige Mannschaftssport der Welt, der ohne Schiedsrichter auskommt, deshalb ist es wichtig, dass sich alle an Fair Play halten und die Regeln mit Augenmaß anwenden. Das Spiel endet, wenn eine Mannschaft eine bestimmte Punktzahl erreicht hat – meist 13 (Jugend) bzw. 15 (Erwachsene) – oder nach einer bestimmten Zeit. Nach jedem Punkt können beliebig viele Spieler ausgetauscht werden.
Ab welchem Alter?
Einsteigen kann jeder jederzeit, meint Jugendtrainer Gerrit Sasse vom ART Düsseldorf (Allgemeiner Rather Turnverein 1877/90 Düsseldorf e. V.). Der jüngste Spieler in seiner Truppe ist sein siebenjähriger Sohn – und sieben Jahre hält Gerrit auch für das ideale Einstiegsalter. „Meiner Erfahrung nach tut es so jungen Kindern gut, wenn man sie darin unterstützt, eine Weile am Ball bzw. an der Scheibe zu bleiben. Bei jedem Sport braucht es seine Zeit, bis die Kinder nicht nur mit dem Sport, sondern auch mit der Gruppe und den Abläufen warm werden. Dann kann man zum Beispiel sagen: Wenn du heute keine Lust auf Training hast, dann fahren wir jetzt trotzdem hin und schauen mal. Du musst nicht mitmachen, aber wir fahren wenigstens hin. Und meistens machen sie dann gern mit, wenn sie erst da sind.“