PRO
Anschubhilfe wirkt
Ein ganz normaler Dienstagmorgen in Deutschland, Testrückgabe – und da ist sie: die erste „Fünf“. In roten Lettern wirkt sie gleich umso bedrohlicher. Oft kommen schlechte Noten früher als gedacht, manchmal schon in der Grundschule. Besonders Mathe und Deutsch sorgen oft für Stress, obwohl es doch „so einfach“ sein soll. Zuhören, mitmachen, über die Hausaufgaben das Wissen vertiefen – dann klappt’s schon. Nur eben nicht für alle oder nicht immer. Große Klassen, wenig Zeit und unterschiedliche Lerntypen machen individuellen Unterricht oft unmöglich. Neben Motivation und Lernfähigkeit spielt auch die soziale Herkunft oft eine Rolle, wenn es darum geht, den Lernstoff zu verstehen und ihn im richtigen Augenblick auch korrekt wiederzugeben. Was also tun, wenn die Noten trotz aller Mühe nicht besser werden? Schlechte Noten kratzen am Selbstbewusstsein und blockieren den Lernprozess. Genau hier kann Unterstützung außerhalb der Schule hilfreich sein. Andere Zeit, anderer Ort, anderer Partner. Erste Ansprechpartner sind meist die Eltern, danach Freunde und inzwischen auch gerne mal Online-Tutorials oder professionelle Tutor:innen bzw. Nachhilfe-Anbieter. Die Gründe, warum es mit den Noten nicht klappt, können sehr unterschiedlicher Natur sein. Und sind wir mal ehrlich: Manchmal braucht es nur eine andere Perspektive. Jemanden, der ein Thema ruhig, verständlich und in einem kleineren Rahmen erklärt. Finden Kinder einen neuen Zugang zum Stoff, wächst ihr Selbstvertrauen – oft entstehen neue Lernstrategien ganz von selbst. Wer wieder „auf dem Boot“ ist, nimmt leichter Fahrt auf, anstatt hinterherzuschwimmen. Studien zeigen: Professionelle und regelmäßige Nachhilfe in kleinen Gruppen oder im 1:1-Setting erzielt die größten Lernfortschritte. Besonders, wenn Nachhilfe nicht nur auf die nächste Klassenarbeit abzielt, sondern wenn sie klare, nachhaltige Lernziele verfolgt. So wird aus Unsicherheit Schritt für Schritt echte Stärke.