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Ackern fĂŒr GemĂŒse

Der FrĂŒhling kommt und damit die ersten Triebe und BlĂŒten. Gartenbesitzer freuen sich, dass sie als Selbstversorger jetzt wieder etwas sĂ€en und bald GemĂŒse, Obst und KrĂ€uter ernten können. Stadtmenschen ohne GrĂŒnflĂ€che oder Balkon können auf einen MietgĂ€rten ausweichen.

 

Kleiner Junge steht mit Gummistiefeln auf einem Acker und hĂ€lt sich ein StĂŒck Möhre vor den Mund

Viola GrÀfenstein

01.03.2023

Lesezeit 3 Minuten

Seit zwölf Jahren ist Christina Thomalla Selbstversorgerin und beackert in ihrem hauseigenen Garten eine fĂŒnf Quadratmeter große Ecke mit Beeten, einem TomatenhĂ€uschen und Hochbeeten. Die Mutter von zwei Kindern zieht Knoblauch, Zwiebeln, Brokkoli, Rote Bete, Tomaten, Rucola, Salat und Gurken. „Im letzten Jahr hatte ich sogar tĂ€glich drei Gurken, das war toll“, sagt Christina Thomalla. Die Gurkenpflanzen erhĂ€lt sie von ihrem Nachbarn. Die Saat fĂŒr das restliche GemĂŒse holt sie entweder vom HĂ€ndler oder nutzt die Samen von ihrem geernteten GemĂŒse. Auch Kartoffeln dĂŒrfen nicht fehlen. „Am liebsten pflanze ich die Blaue St. Galler. Die mögen alle in meiner Familie. Diese Kartoffelsorte ziehe ich jedes Jahr aufs Neue.“ DafĂŒr lĂ€sst sie fĂŒnf Kartoffeln im Dunkeln in einer alten KartoffeltĂŒte vorkeimen und pflanzt sie anschließend in KĂŒbel aus der Baustoffabteilung. „Das funktioniert super. Die KĂŒbel sind sehr praktisch.“

MietgÀrten

Wer keinen Garten, Acker oder Balkon hat, der kann sich seinen Traum vom HobbygĂ€rtnern auch mit einem Mietgarten erfĂŒllen. Natalie Kirchbaumer und Wanda Ganders von meine ernte bieten seit ĂŒber zehn Jahren in ganz Deutschland MietgĂ€rten an. Das GĂ€rtnern fing bei den Unternehmerinnen zunĂ€chst als Hobby an, dann kamen die Frauen auf die Idee, GĂ€rten zur Selbstversorgung zu vermieten. „In der Natur vom Alltag abschalten, Spaß am Selbermachen bekommen, das Wachsen der Möhre vom Mini-Saatkorn bis auf den Teller begleiten, all das wollten wir Menschen, die keinen Garten haben, ermöglichen“, sagt Natalie Kirchbaumer. Mittlerweile gibt es in ganz Deutschland 26 Standorte mit mehr als 3500 GĂ€rten. Die Äcker stellen landwirtschaftliche Familienunternehmen zur VerfĂŒgung und werden mit ĂŒber 20 GemĂŒsesorten vorbereitet. GartengerĂ€te, Wasser und Informationen fĂŒr die Mietgartenfans liefern die Unternehmerinnen.

Ein MĂ€dchen liegt lachend auf einer Wiese, neben ihr ein Korb mit GemĂŒse

MietgÀrten zur Selbstversorgung

Hier kann geackert werden:

Meine Ernte

Ackerhelden

Essbare Stadt

Selbstversorgung

FĂŒr Rodin Peseschgsadeh ging mit ihrem kleinen Acker vor zehn Jahren ein Traum in ErfĂŒllung. Sie mietete sich vor zehn Jahren in DĂŒsseldorf-Volmerswerth ein StĂŒck Land am Rhein bei meine ernte, das sie El paradiso taufte. „Es ist mein RĂŒckzugsort. Hier kann ich abschalten und gĂ€rtnern, den Vögeln beim Singen zuhören und einfach die Natur genießen“, sagt die Mutter von zwei Kindern im Alter von fĂŒnfzehn und elf Jahren. „Als die Kinder noch kleiner waren, haben sie hier viel mit mir gespielt, gebuddelt, gewĂ€ssert und die KartoffelkĂ€fer abgesammelt“, erinnert sich Rodin Peseschgsadeh. Und auch, wenn Mann und Kinder nur noch selten mitkommen, freuen sie sich tĂ€glich ĂŒber ein Gericht aus frischem GemĂŒse von ihrem Mietacker. „Meine Kinder lieben ganz besonders OfengemĂŒse aus SĂŒĂŸkartoffeln. Mein LieblingsgemĂŒse sind hingegen die leckeren, goldgelben SiebenbĂŒrgener Gurken, die hier gut wachsen und die ich direkt vom Feld nasche“, so Rodin Peseschgsadeh.

Hintergrundwissen

Wer selbst GemĂŒse, Obst und KrĂ€uter im Selbstversorgungsgarten nachhaltig anbauen möchte, sollte sich zunĂ€chst einen genauen Plan machen, wann was im Jahr blĂŒht und wĂ€chst, um den vorhandenen Platz und den Boden mit einer Mischkultur bestmöglich ganzjĂ€hrig auszunutzen. Um Milben, BlattlĂ€use, Spinnen, Fliegen oder Wanzen von GemĂŒsepflanzen fernzuhalten, hilft es, zwischen das GemĂŒse KrĂ€uter wie Rosmarin, Wermut, Salbei, Lavendel und Pfefferminze, aber auch Knoblauch und Schnittlauch an verschiedene Stellen im GemĂŒsebeet anzupflanzen. Zum DĂŒngen im eigenen Garten empfiehlt sich organischer DĂŒnger aus selbst gemachtem Kompost oder Bio-DĂŒnger aus dem Gartenfachhandel. Um auch Schmetterlingen oder Bienen ein Zuhause zu geben, bieten sich spezielle Blumensaaten auf einem Extrabeet an. Zur BewĂ€sserung sollte zudem eine Regentonne nicht fehlen. Ab April geht es fĂŒr Rodin Peseschgsadeh wieder los. Dann wĂŒhlt sie wieder in der Erde und genießt ihr kleines Paradies. „Ich beziehe mein Feld zunĂ€chst mit Netzen, damit die Vögel die Samen nicht stibitzen“, erzĂ€hlt sie. FĂŒr Christina Thomalla geht es schon im MĂ€rz wieder los. Dann zieht sie zunĂ€chst Tomaten, Gurken und Paprika in Anzuchttöpfchen und Eierkartons auf der Fensterbank vor, damit sie die Jungpflanzen spĂ€testens ab Mai wieder in ihre Gartenerde pflanzen kann.

Buchcover des Buches 365 Tage Selbstversorgung

Buchtipp

 Was kannst du anbauen? Wie viel Platz benötigt ein Obstbaum? Wann ist die beste Zeit fĂŒr die GemĂŒse-Aussaat? Vom ersten Beet ĂŒber den Obstbaumschnitt bis zur natĂŒrlichen SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung, von HĂŒhnerhaltung ĂŒber Imkern bis Hydrokultur und Pilzzucht: Die erfahrenen Selbstversorgerinnen und GrĂŒnderinnen des Unternehmens „meine ernte“, Wanda Ganders und Natalie Kirchbaumer, zeigen in ihrem neuen Buch, wie Selbstversorgung immer und ĂŒberall machbar ist. Ihr Motto: Winterpause war gestern! HerzstĂŒck des Buches sind dabei drei thematische BeetplĂ€ne mit detaillierten Pflanzanleitungen fĂŒr eine Ernte das ganze Jahr ĂŒber.

365 Tage Selbstversorgung – Monat fĂŒr Monat ErnteglĂŒck aus dem eigenen Garten Wanda Ganders, Natalie Kirchbaumer, GrĂ€fe & Unzer Verlag, ISBN 978-3-8338-8824-3, Euro 22

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