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Das Recht auf Betreuung bei Behinderung ist eng mit dem Recht auf Gleichbehandlung verknüpft. Alle Kinder sollen die gleichen Chancen haben, am Leben teilzunehmen. Kinder mit Beeinträchtigung haben es im Alltag manchmal schwerer als Kinder ohne Beeinträchtigung. Sie können sich zum Beispiel nicht gut bewegen oder haben Schwierigkeiten mit dem Lernen.

Illustration zum Thema Kinderrecht auf Inklusion

Aus der Redaktion

10.09.2022

Lesezeit 2 Minuten

Die Inklusion soll verhindern, dass sie ausgeschlossen werden. „Die behinderten Kinder, die sich dazu äußern können, erzählen oft traurige Geschichten über Gefühle von Ausgrenzung und ich finde, das allein ist schon Impuls genug, zu gucken, dass diese Kinder eine glückliche Kindheit haben“, sagt Bettina Erlbruch, Geschäftsführerin des Kinderschutzbunds Düsseldorf.

Mehr Geld und Personal

Sie betont, dass es Schwierigkeiten bei der Umsetzung gebe, denen man nur mit mehr Personal und Geld begegnen könne. „Zurzeit befinden wir uns in einer Übergangssituation. Da sind wir noch nicht soweit, dass es sich gut anfühlt mit der Inklusion.“ Sie kenne Eltern, die sagen, ihr behindertes Kind werde nicht mehr angemessen gefördert, weil es in einer Regelschule ist. Zugleich gibt es Eltern, die sich in der Regelschule Sorgen darüber machen, dass der Schulablauf durch die Inklusion nicht mehr gewährleistet ist, weil immer Rücksicht genommen werde. Aber: „Inklusion ist keine Entscheidung, sondern ein Gesetz. Und es sind nicht die anderen, die Inklusion möglich machen müssen, das sind wir alle! Das braucht Geld, Zeit, Personal, Zuversicht und den Willen zur Veränderung“, sagt Erlbruch. Ziel sei es, dass die Angebote so aufgebaut sind, dass auch Kinder mit Beeinträchtigung daran teilnehmen können.

Inklusion ist keine Entscheidung, sondern ein Gesetz. Und es sind nicht die anderen, die Inklusion möglich machen müssen, das sind wir alle!

Bettina Erlbruch, Geschäftsführerin Kinderschutzbund Düsseldorf

Daran arbeitet auch die Stadt Düsseldorf. „Es geht darum, dass unsere Einrichtungen allen offenstehen“, sagt Michael Hein, Bereich Jugendförderung im Jugendamt Düsseldorf. Dabei meint er nicht nur die Rampe, damit ein Kind im Rollstuhl in ein Gebäude reinkommt. „Es geht bei sozialen Defiziten oder emotionalen Problemen viel mehr darum, Programme so abzustimmen, dass sie keinen ausschließen“, erklärt Hein. Das werde besonders bei den Ferienmaßnahmen versucht, mit einem ausreichenden Betreuungsschlüssel. Außerdem gibt es besondere Ferienmaßnahmen für Kinder mit Handicap. Manchmal liegt es aber gar nicht am Angebot, dass nicht alle Kinder inklusiv eingebunden werden. „Einige Eltern wollen, dass mit geschulterem Personal und einem höheren Betreuungsschlüssel agiert wird – auch weil der Pflegeaufwand so groß ist“, sagt Hein.

1.406 SchĂĽler und SchĂĽlerinnen

... mit Behinderung besuchten im Schuljahr 2018/2019 in Düsseldorf eine Förderschule, 1.271 gingen auf eine Regelschule. In Kitas wurden 625 Kinder inklusiv betreut.

Quelle: Stadt DĂĽsseldorf

Ă„ngste und Vorbehalte

Hein glaubt, dass es bezüglich der Inklusion Ängste und Vorbehalte auf beiden Seiten gibt. „Neben den baulichen Veränderungen ist es wie bei der Partizipation eine Frage der Haltung“, sagt Hein. Kolleg*innen, die in dem Feld arbeiten, müsse man Sicherheit geben. Es gebe zum Teil noch Unsicherheiten im Umgang mit behinderten Kindern. Das liege häufig auch an fehlenden Berührungspunkten. Fazit: Kinder mit einer Behinderung haben das Recht, nach allen ihren Fähigkeiten gefördert zu werden, damit sie vollwertig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Dazu braucht es die Unterstützung und entsprechende Grundhaltung aller.

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