Lucie wird in den Ferien von ihrem Vater mit dem Zug in den alten Heimatort ihrer Mutter geschickt, wo diese an einer archäologischen Stätte arbeitet und eine uralte Krypta finden möchte. Die aufgeweckte Neunjährige freundet sich schnell mit dem Teenager Yann an, der ihr von einem „Zauberer“ erzählt, der am Fluss sein Unwesen treiben soll. Und auch einen Schatz soll es hier irgendwo geben. Was für ein abenteuerliches Fleckchen Welt, denk sich Lucie – und wird mitten hineingezogen in eine Geschichte, in deren Verlauf sie gleich mehreren Familiengeheimnissen auf die Spur kommt. Alleine schon tricktechnisch ist der französische Scherenschnitt-Film ein Meisterwerk: Alle Figuren, Requisiten und Kulissen wurden aus Papier und Stoff hergestellt und dann im Stop-Motion-Verfahren von Hand Bild für Bild animiert. Aber auch dramaturgisch weiß „Die Schatzsuche im Blaumeisental“ zu überzeugen: Die immer spannender werdende Geschichte ist detailverliebt erzählt, nimmt ihre Protagonisten ernst und wandelt gegen Ende fast schon auf Indiana-Jones-Pfaden – einer der schönsten Kinderfilme der letzten Jahre!
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