WĂ€hle deine persönlichen Lebensstufen. Wir versuchen dir nur die Inhalte anzuzeigen, die fĂŒr dich gerade zutreffend sind.

Seiteninhalt
Seiteninhalt
Frisch auf den Tisch

Die EinfĂŒhrung von Beikost als ErgĂ€nzung zur Mutter- oder Formulamilch ist sowohl fĂŒr das Baby als auch fĂŒr die Eltern eine neue Erfahrung. Oftmals ist dabei die Gabe von selbst gemachtem Babybrei die erste Wahl. 

Baby wird mit Brei gefĂŒttert und guckt dabei in die Kamera, der Arm einer erwachsenen Person fĂŒhrt den Löffeln zum Mund des Babys

Deniz Çiçek-Görkem

14.05.2024

Lesezeit 2 Minuten

Selberkochen von Babynahrung hat viele Vorteile: Zum einen können die eingesetzten Zutaten selbst bestimmt werden, sodass unerwĂŒnschte Inhaltsstoffe nicht im Endprodukt vorhanden sind. Es ist kostengĂŒnstig, zudem kann das Obst und GemĂŒse der Saison sowie der Region verarbeitet werden. FĂŒr das Baby hat es außerdem den Nutzen, dass es viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen kennenlernen kann und es lernt, dass das Kochen zum Essen dazugehört. Doch was ist der zentrale Punkt beim Thema Beikost? „Das Wichtigste beim Beikost-Start ist zu wissen, dass Beikost Bei-Kost ist und die bisherige Nahrungsquelle nicht ersetzt. Muttermilch oder Formula decken in dieser Zeit noch einen Großteil des Energie- und NĂ€hrstoffbedarfs“, sagt Jule Heike Michel, Beauftragte fĂŒr Stillen und ErnĂ€hrung des Deutschen Hebammenverbandes.

Baby mit Freude ans Essen gewöhnen

Die Beikost könne dabei nach dem sechsten Lebensmonat eingefĂŒhrt werden. Das sei auch die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie vieler internationalen Fachgesellschaften. In Deutschland hingegen werde als Zeitpunkt fĂŒr den Beikost-Start der fĂŒnfte bis siebte Lebensmonat empfohlen. Die Expertin warnt allerdings davor, dies fehlzuinterpretieren: „Im Anschluss an den vierten Lebensmonat muss nicht mit der Beikost gestartet werden. Das wĂ€re definitiv zu frĂŒh fĂŒr viele SĂ€uglinge.“  Essenziell sei eher, auf die „Beikost-Reifezeichen“ zu achten. So mĂŒsse eine Hand-Mund-Koordination vorhanden sein, zudem sollte das Baby den Zungenstoßreflex vollstĂ€ndig verloren haben. SelbststĂ€ndiges Sitzen ist ein weiterer Punkt.

Was darf und sollte in den Babybrei rein, was nicht?

Babys sollten keine scharfen GewĂŒrze, Salz oder Zucker sowie Nahrungsmittel mit Verschluckungsgefahr bekommen. Aber auch Honig ist bei Kindern unter einem Jahr tabu. Aufgrund des hohen Zuckergehalts sollte idealerweise auch kein Saft gegeben oder untergerĂŒhrt werden, auch wenn dies die Aufnahme des Eisens aus der Nahrung verbessert. Stattdessen empfiehlt sich eine Obstmahlzeit als Nachtisch. Weiterhin sollten Eier und Milchprodukte durchgekocht sein. Allgemein empfiehlt Michel, Babynahrung immer besser frisch zu kochen. Das Essen vom Mittag könne man zwar nochmal am Abend geben, aber allgemein sei es nicht empfehlenswert, den zubereiteten Brei lĂ€nger als zwölf Stunden im KĂŒhlschrank zu lagern. Um der Alltagshektik etwas zu entgehen, können Breie aber auch eingefroren werden. Hier sind allerdings verschiedene Dinge zu beachten. Bei der Herstellung auf Vorrat sollte das Gekochte nach dem AbkĂŒhlen direkt in die Gefriertruhe, zudem ist eine hygienische Zubereitung sehr wichtig.

Öl fĂŒr den Babybrei bedacht auswĂ€hlen

Fett ist nicht nur GeschmackstrĂ€ger, sondern sorgt auch dafĂŒr, dass sich fettlösliche Vitamine darin lösen und gut vom Körper aufgenommen werden können. „Als Neutralöl empfehle ich aufgrund der GeschmacksneutralitĂ€t und des optimalen VerhĂ€ltnisses an Omega-3- und Omega-6-FettsĂ€uren Rapsöl. Es ist wichtig, dass dieses raffiniert ist und damit eine höhere QualitĂ€t hat“, erklĂ€rt die Bundesstillbeauftragte. Zudem sind die im Rapsöl enthaltenen FettsĂ€uren fĂŒr die Entwicklung von Gehirn, Augen und Nervensystem besonders wichtig. Aber auch Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl und hochwertiges Olivenöl sind eine Option, wenn die erste Wahl mal nicht verfĂŒgbar sein sollte. Hier rĂ€t die Expertin, nicht so streng mit sich selbst zu sein.

Feste Nahrung

Baby-led Weaning (BLW), also vom Kind geleitetes Essen, kann ebenfalls eine Option der Beikost-Gabe sein – sowohl zu Hause als auch unterwegs. Wenn die Nahrungsmittelauswahl dabei sorgfĂ€ltig erfolgt und die HĂ€ppchen nacheinander gegeben werden, ist eine unausgewogene ErnĂ€hrung nicht zu befĂŒrchten. „Es spricht nichts dagegen, BLW und Brei parallel anzubieten. Denn manche Kinder möchten ,richtig‘ essen, wie Erwachsene und auch mit ihnen gemeinsam. AbhĂ€ngig ist das eben von den PrĂ€ferenzen des Babys und wie einfach es ist, sie in den Alltag zu integrieren“, fasst Michel zusammen.

ein GlĂ€schen mit GemĂŒsebrei steht auf einem Holztisch, daneben liegen eine Zucchini, eine MĂ€hre und eine Kartoffel

Kartoffel-GemĂŒse-Brei

Grundrezept
100 g GemĂŒse eurer Wahl (am besten Karotte oder Pastinake) ‱ 50 g Kartoffeln ‱ 80 ml Wasser ‱ 1 TL Pflanzenöl oder Beikostöl

Zubereitung
Kartoffeln schĂ€len und das GemĂŒse der Wahl in kleine StĂŒcke schneiden. Das GemĂŒse mit wenig Wasser aufkochen und etwa zehn bis 15 Minuten köcheln lassen. Nach zehn Minuten prĂŒfen, ob es weich ist, und mit dem PĂŒrierstab pĂŒrieren. Zum Schluss das Öl hinzufĂŒgen.

Weitere Beikost-Empfehlungen finden sich auf der Website der Bundeszentrale fĂŒr gesundheitliche AufklĂ€rung. 

Im Mittelpunkt der Familie

Seit mehr als 20 Jahren informieren wir Eltern, Großeltern und alle, die mit Kindern leben oder arbeiten ĂŒber Neuigkeiten aus der Region, Veranstaltungen, Themen, Tipps und Angebote. Wir entdecken die Stadt und ihre Umgebung auch immer wieder neu – das Entdeckte teilen wir gerne mit euch.

Diese Seite verwendet Cookies.

Bitte erlauben Sie den Einsatz von Cookies, damit Sie diese Seite in vollem Funktionsumfang nutzen können.

Speichern Abbrechen Ok, einverstanden Tracking ablehnen