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Frau Sterns GefĂŒhl fĂŒr Musik

„Ich hole Sie am Haupteingang der Tonhalle ab“, schreibt Frau Stern, und genau so meint sie es auch. Die KonzertpĂ€dagogin und Dramaturgin kommt nĂ€mlich nicht aus der Tonhalle heraus, wie ich erwartet habe, sondern steht plötzlich hinter mir. „Die Tonhalle ist nicht groß genug fĂŒr alle BĂŒros, deshalb mieten wir welche dazu. Im Moment sitze ich im goldenen Haus ĂŒber dem FĂŒchschen.“

Ariane Stern steht vor dem Eingang der Tonhalle DĂŒsseldorf

Pia Arras-Pretzler

29.03.2022

Lesezeit 2 Minuten

Wer schon einmal bei einer der Mitmach-Aktionen mit Publikumschor dabei war, kennt Ariane Stern als unermĂŒdliche Mail- und Notenverschickerin oder als zugewandte und versierte Moderatorin. Die Tonhalle war eines der ersten KonzerthĂ€user in Deutschland, die so eine Stelle in ihrem Kreativteam installierte. „Diese runde Form der Tonhalle, die macht etwas mit einem“, findet Ariane Stern. Sie arbeitet „schon ewig“ hier, seit 2001. Aufgewachsen ist sie in Neuruppin, „der Fontane-Stadt“, ihre Eltern steckten sie als begeisterte Musikliebhaberin in die Chorklasse des Gymnasiums, wo sie sich sehr wohlfĂŒhlte. „Wir sind mit dem Chor viel herumgereist, und mir war eigentlich immer klar, dass ich etwas mit Musik machen wollte. Zwar nicht Pianistin oder Musiklehrerin werden, aber auf jeden Fall irgendwie Musik vermitteln.“ Heute kann man KonzertpĂ€dagogik studieren, damals fĂŒhrte der Weg ĂŒber ein Studium der Musik- und Theaterwissenschaft. „Ohne meinen Mann sĂ€ĂŸen wir allerdings jetzt nicht hier“, ĂŒberlegt sie, denn mit dem Schauspieldramaturgen zog sie damals von Berlin nach Köln. In der Zwischenzeit hat er das Schauspiel an den Nagel gehĂ€ngt und als Lehrer die BĂŒhne gegen das Klassenzimmer getauscht. Nach einigen UmzĂŒgen hat die 45-JĂ€hrige das GefĂŒhl, angekommen zu sein. „Wir wohnen in einem Wohnprojekt in Gerresheim.

„Eigentlich bin ich ein Stadtmensch, aber ich brauche immer den Kontakt zur Natur. Zum Auftanken.“

Ariane Stern

Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad zur Tonhalle, die örtliche Trennung zur Arbeit finde ich wichtig und ich brauche die Bewegung.“ FĂ€hrt sie auch bei schlechtem Wetter? „Jeden Tag. Ich bin viel zu ungeduldig, um mich in ein Auto oder die Bahn zu setzen.“ Die Familie besitzt zwar ein Auto, um auch mal spontan AusflĂŒge machen und im Sommer mit den beiden Kindern (15 und 12) campen gehen zu können („Auch ein Luxus: In der Spielzeitpause im Sommer bin ich wirklich vier Wochen raus!“), aber was passiert, wenn das gute StĂŒck mal nicht mehr rollt? „Dann wird umgestiegen: Es muss auch ohne gehen.“ Wie erlebte Ariane Stern die Corona-Zeit? „Wir waren im Grunde auf einer Insel der GlĂŒckseligen. Seitdem die Tonhalle vor drei Jahren zur gemeinnĂŒtzigen GmbH wurde, sind wir IT-mĂ€ĂŸig super ausgestattet. Wir könnten rein organisatorisch eigentlich von jedem Ort der Welt aus arbeiten. Wie alle anderen auch mussten wir uns an die neue Situation herantasten, aber wir hatten mehr als genug zu tun, denn durch private und öffentliche Fördergelder konnten wir wunderbare Projekte aus dem Off realisieren.“ Ariane Stern kam ihrer Vision, dass ein Konzerthaus wie die Tonhalle „in die Stadt hineinstrahlen“ soll, in dieser Zeit sogar gefĂŒhlt nĂ€her als sonst: „Wir haben hier ein tolles Orchester mit tollen, offenen Menschen, die sich damit identifizieren, Vermittler und Teil der Stadtgemeinschaft zu sein. In der Zeit des Lockdowns haben sie das auf wunderbare Weise gezeigt. Bei dem Projekt ‚Gemeinsam allein sein klingt schöner‘ konnten sich Hobbyinstrumentalisten zum Beispiel von unseren Musikerinnen und Musikern online coachen lassen – das war auch fĂŒr sie eine ganz neue und schöne Erfahrung.“ Und was erwartet uns zu Weihnachten? Ariane Stern will noch nicht zu viel verraten, aber so viel sei schon mal gesagt: Es geht um Charles Dickens’ WeihnachtsmĂ€rchen und ums Schenken – mit HerzenswĂ€rme und Musik.

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