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Empathie-Trägerin

Das Familieninstitut Heike vom Heede unterstützt mit seinem breiten Netzwerk an Fachleuten und Fachreferenten Familien in allen Lebenslagen – von Schwangerschaft über Geburt bis hin zu Spiel- und Waldgruppen und Begleitungen bei schweren Themen wie Trennung und Tod.

Porträt von Heike vom Heede

Pia Arras-Pretzler

04.03.2026

Lesezeit 3 Minuten

Bevor es losgeht mit unserem Interview, drückt Heike mir ihr Handy in die Hand und erzählt ihrer Insta-Followerschaft, was gerade dran ist bei ihr: Die Libelle ist da, und sie ist gespannt auf das Gespräch. Wir probieren es mehrmals, denn erst ist Heike nicht zufrieden, beim nächsten Mal vertue ich mich und nehme doch nicht auf, der letzte Take sitzt. Faszinierenderweise unterscheidet sich die Heike im Aufnahme-Modus nicht im mindesten von der Frau, die mir dann ohne Kamera gegenübersitzt. Was die Kamera aber nicht vollends einfangen kann: wie offen und empathisch Heike Menschen begegnet, wie unaufgeregt und smooth sie sich in neue Situationen begibt. Aber beginnen wir ganz von vorn: Als junges Mädchen hat Heike schon Freude daran, Kindergruppen zu leiten. Ihre Mutter verliert sie früh, Heike steht deshalb notgedrungen schnell auf eigenen Füßen und fühlt sich zu einem Beruf im sozialen oder medizinischen Bereich hingezogen. Ihr Sozialpädagogik-Studium finanziert sie sich als studentische Hilfskraft in verschiedenen Kliniken: „Man konnte damals auch in dieser Position eigenverantwortlich arbeiten, und ich habe meine Aufgaben sehr ernst genommen und dabei viel gelernt.“ Aus dieser Zeit stammt ihr Respekt vor der Arbeit von Mediziner:innen, Pflegenden und Hebammen. Ihr weiterer Weg führt die Dipl.-Sozialpädagogin nach Köln in die JVA Ossendorf, wo sie junge Frauen begleitet, später tritt sie eine Stelle in einem Internat an. Als Heike ihren ersten Sohn erwartet, stürzt sie sich begeistert ins Muttersein und nimmt alles an Kursen und Fortbildungen mit, was ihr über den Weg läuft, denn: „Du wirst auf so viele Dinge im Leben vorbereitet, aber auf so eine essenzielle Sache nicht: was es heißt, Eltern zu werden.“ Genau diesen Kurs, der ihr gefehlt hat, entwickelt sie dann zusammen mit einer Freundin. Ihr Einstieg ins Coaching-Leben verläuft sehr erfolgreich – Heike hat gute Ideen und reagiert kreativ auf Wünsche, die an sie herangetragen werden: „Unsere Waldgruppen entstanden zum Beispiel, weil die Kinder aus den ersten Kursen bei mir gern weitermachen wollten. Ich dachte mir: Dann gehe ich mit ihnen raus in die Natur!“ 

Die Geburt ist ein Abenteuer, und niemand weiß, wohin es führt.

Heike vom Heede

Ein zweites Kind lässt auf sich warten, und als es sich nach langen Jahren ankündigt, empfindet Heike das als großes Geschenk. „Unser zweiter Sohn hat unser Familienbild gerundet.“ Der große Bruder freut sich unbändig über das Baby, der Altersunterschied der Geschwister fordert die Familie aber immer wieder heraus: „Sehr lehrreich für meine pädagogische Arbeit“, erinnert sich Heike. Als ihre Freundin aus dem gemeinsam aufgebauten Unternehmen aussteigt, nimmt Heike die Herausforderung an, macht allein weiter. 2020 wagt Heike den Sprung in größere Geschäftsräume am Schwanenmarkt, nicht weit vom ursprünglichen Standort entfernt. „Als wir hier einzogen, war das eine einzige Baustelle. Ich kann meinem Team nicht genug danken, wie damals alle zusammengeholfen haben. Bei der Eröffnung kamen viele Gäste mit einem Geschenk, das auf die Adresse Bezug nahm – deshalb die vielen Schwan-Accessoires. Das sind aber auch ganz tolle Tiere!“ Der Schwan scheint Heike aber zunächst kein Glück zu bringen, denn Corona verhindert, dass sie an der neuen Adresse durchstarten kann. „Meine Kinder sagten mir sehr klar: Entweder du setzt auf Online-Kurse oder du machst den Laden dicht.“ Heike vertraut der Einschätzung ihrer Söhne, obwohl weder sie noch ihr Team Erfahrung in dem Bereich haben. Aber: „Ich lerne an dieser bunten Welt!“ Und es klappt, auch im Team: „Wir passen hier gut aufeinander auf, nehmen zusammen an Fortbildungen teil. Denn nur gemeinsam ist man stark.“ Freundschaften und gute Beziehungen zu anderen hält Heike für unabdinglich: „Das predige ich auch in meinen Kursen: Das Internet hat seine Berechtigung und seine Vorteile, ersetzt aber nicht Freunde im echten Leben.“ Um auch mit sich selbst in gutem Kontakt zu bleiben und ihre Themen zu bearbeiten, geht Heike selbst ebenfalls regelmäßig zum Coaching: „Ich denke, ich kann die Menschen in meinen Beratungen durch diese Erfahrung besser dazu motivieren, sich auch therapeutische Hilfe zu holen, wenn ich das Gefühl habe, die Arbeit mit mir greift zu kurz. Ich habe großen Respekt vor den Familien, die ich begleite, und bin mir der Verantwortung bewusst, die dahinter steht.“ Als ihr größtes Asset im Leben bezeichnet Heike ihre Kinder: „Von niemandem habe ich so viel gelernt wie von ihnen – sie sind meine größten Lehrmeister.“ Wie schön, dass ihr das Leben inzwischen sogar einen Lehrmeister der zweiten Generation geschenkt hat – der nach unserem Gespräch schon darauf wartet, mit Heike in den Wald zu fahren.

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