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Von Lassie bis zum Weißen Hai

Das Filmmuseum DĂŒsseldorf prĂ€sentiert mit seiner neuen Sonderausstellung „Animal Actors – Tierische Stars in Film und TV“ erstmals einen umfassenden Überblick ĂŒber den facettenreichen Einsatz von Tieren in Filmen. Die Ausstellung lĂ€uft bis zum 31. Juli 2023.

Zwei MĂ€nner stehen  in Safari-AnzĂŒgen im Filmmuseum vor alten Filmplakaten, in der Hand ein Buch ĂŒber Lassie

Aus der Redaktion

05.12.2022

Lesezeit 2 Minuten

Verschiedene interaktive Stationen bieten den Besucher:innen die Gelegenheit, den „filmischen Tieren“ nahezukommen. So kann man eine virtuelle Katze auf den Arm nehmen und streicheln, gemeinsam einen Dialog zwischen einem WaschbĂ€ren und einer Schildkröte synchronisieren oder die eigene Mimik und Bewegung auf einen Hirschkopf ĂŒbertragen. „Tiere sind aus dem Spielfilm als Begleiter der Akteure und oftmals sogar als die eigentlichen Helden nicht wegzudenken. Letzteres gilt umso mehr fĂŒr den Animationsfilm. Der Tier-Dokumentarfilm hingegen hat von den AnfĂ€ngen der Kinematographie bis zu heutigen aufwendigen Produktionen stets neue QuantensprĂŒnge fĂŒr die Filmtechnik insgesamt geliefert,“ betont Filmmuseumsdirektor Bernd Desinger.

Ein Wiedersehen mit internationalen Stars

Nur selten zu sehende Originalrequisiten, Setfotos, Filmausschnitte und Produktionsmaterialien erlauben ein Wiedersehen mit internationalen Stars wie „Lassie“, „Flipper“, „Fury“, „Bambi“ oder auch dem „Weißen Hai“. Mit Letzterem sogar ein persönliches: wartet die Ausstellung doch mit einem originalgetreuen Nachbau des furchterregenden Meeresbewohners auf. Zu weiteren Highlights gehören unter anderem die Original-Schildkröte „Morla“ aus dem Film „Die unendliche Geschichte“ oder eine Serie von Schimpansenköpfen aus „Planet der Affen“.

Von tierischen Helden bis zu tierethischen Fragen

Die Ausstellung setzt sich aber auch mit hochaktuellen tierethischen Fragen auseinander und untersucht das „filmische Tier“ hinsichtlich literarischer und ikonographischer RĂŒckgriffe auf die Kultur- und Kunstgeschichte: als Freund und GefĂ€hrte ebenso wie als ProjektionsflĂ€che fĂŒr Ängste und unterdrĂŒckte Triebe. Nicht selten gestaltet sich das besondere VerhĂ€ltnis zwischen Mensch und Tier im Film als Hybridisierung – die Tiere werden vermenschlicht oder ihre Eigenschaften den Menschen zugeschrieben. „Beim Blick hinter die Kulissen wird der Bogen gespannt vom Tiertraining bis zur heutigen Möglichkeit, ein natĂŒrlich erscheinendes Tier vollstĂ€ndig virtuell im Computer zu entwickeln,“ erklĂ€rt Kurator Philipp Hanke.

AusgewÀhlte Filmreihe als Disney-Weihnachtsgeschenk

Das Kino „Black Box“ im Filmmuseum zeigt wĂ€hrend der gesamten Ausstellung ein vielseitiges Begleitprogramm mit monatlich wechselnden Schwerpunkten. Die Themen reichen von Zirkus und Dressur ĂŒber Tierhorror bis hin zu herausragenden Tier-Dokumentarfilmen und besonderen Animationsfilmen. Im Dezember prĂ€sentiert das Filmmuseum als Weihnachtsgeschenk ein Special mit ausgewĂ€hlten Disney-Klassikern. Der Eintritt ist frei. Außerdem wird die Ausstellung von einem umfangreichen Bildungsprogramm begleitet, das alle Generationen und Menschen mit verschiedensten kulturellen und gesellschaftlichen HintergrĂŒnden berĂŒcksichtigt. Formate wie FĂŒhrungen, Seminare oder Workshops fördern die Teilhabe an Themen wie Tierethik, Umwelt, Natur oder Helden der Kindheit. Auch zu filmspezifischen Inhalten wie Tierdokumentation, Animation und Trickfilm oder Sprachsynchronisation stehen spannende Angebote bereit.

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