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Babyboom: Zoo Duisburg erwartet 22 Tierkinder

Noch entwickeln sich die kleinen Haie in ihren Eikapseln. Die Winzlinge stehen als Botschafter fĂŒr viele ihrer stark gefĂ€hrdeten Artgenossen. Besucher können die Entwicklung live verfolgen.

Bambushai in BodennÀhe eines Aquariums, an einem Felsen

Aus der Redaktion

19.01.2023

Lesezeit 2 Minuten

Nadja und Lenny

Vor einem Jahr zog Bambushai Nadja an den Kaiserberg. Hier lernte sie ihren Artgenossen Lenny kennen. Schon kurz nach ihrer Ankunft beobachtete das Pflegerteam erste AnnĂ€herungen. Nun gibt es Nachwuchs, der sich aber noch in Eiern befindet. Rund sechs Zentimeter lang sind die brĂ€unlichen Eikapseln der Bambushaie. In jeder von ihnen wĂ€chst ein kleiner Hai heran. Mit dem Schlupf der Mini-RĂ€uber rechnet Maik Peschke innerhalb der nĂ€chsten Wochen. „Über mehrere Tage werden, so hoffen wir, immer wieder Jungtiere aus dem Ei schlĂŒpfen“. Der Revierleiter des Duisburger Aquariums weiß aber auch um die Herausforderungen der Aufzucht kleiner Haie: „Der Schlupf fordert sehr viel Energie, deswegen mĂŒssen die Jungtiere schnell anfangen zu fressen“. In den ersten Lebenswochen stehen kleine Garnelen auf dem Speiseplan. SpĂ€ter werden sich die jungen Bambushaie beispielsweise von Fischchen und Muscheln ernĂ€hren – Nahrung, die auch bei ihren Eltern auf dem Speiseplan steht.

Das Verschwinden der Bambushaie

Bambushaie gehören mit einer LĂ€nge von rund 80 bis 90 Zentimtern zu den kleineren Haiarten. Die nachtaktiven Tiere leben in den Riffen der KĂŒstenregionen des Indischen Ozeans, wo sie sich am Tage auch verstecken. Bedingt durch die Zerstörung der Korallenriffe und den Fang als Speisefisch nehmen die BestĂ€nde des Bambushais ab. Generell eilt Haien ihr unbegrĂŒndet schlechter Ruf meist voraus: Sie gelten nicht als SympathietrĂ€ger, werden daher hĂ€ufig nicht gut genug geschĂŒtzt und gnadenlos gejagt. SchĂ€tzungen zufolge sterben jedes Jahr rund 100 Millionen Haie durch den Menschen. Das hat zur Folge, dass rund 75 Prozent aller Haiarten auf der sogenannten Roten Liste stehen. Dabei sind die GrĂŒnde fĂŒr die GefĂ€hrdung vielfĂ€ltig: Haie landen ungewollt als sogenannter Beifang in Netzen wie an Langleinen, ihr Lebensraum wird verschmutzt und Riffe zerstört. Auch die Kinderstube vieler Haiarten wird immer kleiner, denn die fĂŒr Babyhaie so wichtigen MangrovenwĂ€lder werden gerodet. Der Hauptgrund fĂŒr das Verschwinden der MeeresrĂ€uber liegt aber in der gezielten Fischerei. Insbesondere wegen ihrer Flossen werden Haie gezielt gefangen. Meist noch lebend, werden den Tieren die Flossen abgetrennt – der Körper dann ĂŒber Bord geworfen, wo sie qualvoll sterben. In getrocknetem Zustand werden die Flossen vor allem in asiatische LĂ€nder exportiert. Dort finden sie Verwendung in Haifischflossen-Suppe sowie der traditionellen Medizin. Aber auch innerhalb Europas werden Haie kommerziell gehandelt und das Fleisch verkauft. Hierzu zĂ€hlt unter anderem die sogenannte Schillerlocke, mit der die gerĂ€ucherten Bauchlappen des Dornhais gemeint sind. Aber auch als Haifischsteak findet das Fleisch Abnehmer.

Folgen fĂŒr das Ökosystem

Der stetige RĂŒckgang von Haien hat Auswirkungen auf das Ökosystem Meer. Als Raubtiere am Ende der Nahrungskette nehmen insbesondere die großen Haiarten eine wichtige Rolle ein. Sie kontrollieren die Population ihrer Beute. Fehlt der Hai, kommen die sensiblen Nahrungsbeziehungen und schlussendlich das ganze Ökosystem Meer aus dem Gleichgewicht.

Adresse
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47058 Duisburg

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