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Rugby – Düsseldorf Dragons

Die Düsseldorf Dragons wurden 1966 von britischen Soldaten gegründet. Heute gibt es etwa dreihundert Spieler und Spielerinnen zwischen vier und gut 50 Jahren, mit einer großen, internationalen und lebendigen Community im Jugendbereich.

ein junger Rugbyspieler liegt auf dem Rasenplatz, guckt in die Kamera und hält mit einer Hand den Ball fest

Pia Arras-Pretzler

20.07.2026

Lesezeit 3 Minuten

Die Düsseldorf Dragons wurden 1966 von britischen Soldaten gegründet, die auch fern der Heimat ihrem Lieblingssport nachgehen wollten. Der Verein wuchs und schloss sich Mitte der 90er dem TuS 1895 an. Heute gibt es etwa dreihundert „Düsseldorfer Drachen“ mit Spielern und Spielerinnen zwischen vier und gut 50 Jahren, mit einer großen, internationalen und lebendigen Community im Jugendbereich. Einfach vorbeikommen, Rugby ist ein sehr inklusiver Sport!

Was ist Rugby?

Die Mannschaftssportart Rugby entstand in England – angeblich, weil sich ein Spieler namens William Webb Ellis vor etwa 200 Jahren beim Fußballspielen langweilte. Er nahm den Ball in die Hand und rannte los. Und weil sich diese unerhörte und offenbar auch inspirierende Aktion an einer Schule in der englischen Stadt Rugby zutrug, heißt der Sport, der sich daraus entwickelte, heute noch so. In vielen anderen Ländern kannte man Rugby-artige Ballspiele aber schon viel früher: etwa in Frankreich, Italien oder Schottland. Das erste Rugby-Länderspiel fand in Edinburgh statt – 1871, England gegen Schottland. Schottland gewann 1:0.

Wie funktioniert’s?

Gespielt wird in Mannschaften mit 15 (Rugby Union), manchmal auch 13 (Rugby League) oder auch nur sieben Spielern (olympische Disziplin) und einem eiförmigen Ball. Ziel des Spieles ist, mehr Punkte als der Gegner zu machen, dafür hat man zweimal 40 Minuten Zeit, gespielt wird auf einem 100 mal 70 Meter großen Feld, wobei zur Länge des Feldes noch einmal jeweils der Raum hinter den Toren dazukommt (Malfeld) – das können bis zu 22 Meter auf jeder Seite zusätzlich sein. Da die Siebener-Turniere auch auf dem großen Feld stattfinden, dauern sie nur zwei mal sieben Minuten. Wichtigste Regel: Der Ball darf nie nach vorn geworfen werden, nur immer zur Seite oder nach hinten. Mit dem Fuß zu kicken ist aber in jede Richtung erlaubt. Die Spielenden teilen sich wie folgt auf: Vorn acht Stürmer:innen (das sind die Kraftpakete, die den Ball erobern wollen), dahinter sieben Sprinter:innen, die den Ball schließlich ans Ziel bringen. 

Die wichtigsten Moves

1) Tacklen: Kommt ein:e Gegner:in mit Ball auf dich zu, umklammerst du sie oder ihn mit den Armen und versuchst, die Person kontrolliert zu Boden zu bringen. Gelingt das, muss sie den Ball sofort loslassen. 
2) Try (Versuch): Mit dem Ball in der Hand in die gegnerische Endzone rennen und dann bewusst auf dem gegnerischen Malfeld ablegen. Gibt fünf Punkte.
3) Conversion (Erhöhung): Gelingt es, den Ball auf dem Malfeld abzulegen, darf jemand aus dem Team versuchen, ihn von dort durch die Stangen zu kicken. Dafür gibt es zusätzliche zwei Punkte.
4) Scrum (Gedränge): Neustart nach einem kleinen Fehler. Dafür drängen sich jeweils acht Spielende um den Ball in der Mitte und versuchen, ihn nur mit den Füßen zu sich zu schaufeln.
5) Strafkick nach Foul: Dann darf man in Ruhe Ball durch die Stangen kicken (drei Punkte).
6) Dropkick: Spielende:r lässt Ball fallen und kickt ihn in dem Moment, in dem er wieder hochspringt, durch die Stangen (drei Punkte).
7) Line-out (Seitenaus): Spieler:innen bilden eine Gasse, Ball wird in die Mitte geworfen, Spieler:innen heben einander in die Luft, um Ball zu erwischen.

Was braucht man?

Die Rugby-Ausrüstung kommt ohne Schnickschnack aus: Es reichen Stollenschuhe, bequeme Sportkleidung und Mundschutz. Es gibt zwar spezielle Rugby-Stollenschuhe, aber für den Anfang tun es auch Fußballschuhe, meint Trainer Thomas Lernout von den Düsseldorfer Dragons. Ohne Mundschutz zu spielen ist für die U8 kein Problem, weil in dieser Altersgruppe noch ohne Körperkontakt gespielt wird, danach sollte aber ein Mundschutz getragen werden – auch fürs Probetraining. „Den Mundschutz kann man bei mir kaufen, man bekommt ihn aber auch zum Beispiel bei Decathlon und natürlich im Internet.“

Ab welchem Alter?

Die jüngsten Dragon-Kinder sind fünf Jahre und spielen in einer altersgemischten Gruppe mit Spieler:innen bis zu sieben Jahren. Für die Jüngeren steht zunächst der Spaß im Vordergrund, es wird nicht wie bei manch anderer Sportart von Anfang an darauf geachtet, Talente aufzubauen und auszusortieren. „Überhaupt ist Rugby ein sehr inklusiver Sport“, betont Thomas Lernout. „Ein Einstieg ist jederzeit möglich, auch für Erwachsene, und es gibt nicht DEN typischen Rugby-Spieler. Auf dem Feld werden alle Körpertypen gebraucht!“ Oder, wie Fei, Mutter von Nele, es ausdrückt: „As long as you can walk and breathe, you are fine!“

Wettkämpfe

Für Thomas Lernout gehören Turniere unbedingt dazu, und aus seiner Erfahrung als Trainer kann er sagen, dass die meisten mit Begeisterung dabei sind: „Wir spielen etwa jede zweite Woche in einem Turnier mit, das macht auch viel mehr Spaß als einfach nur Training! Von all meinen Spieler:innen gibt es vielleicht ein zwei, die das nicht so sehen, und das ist natürlich auch in Ordnung. Zu den Spielen kommen die Kinder mit Fahrgemeinschaften, das klappt immer gut.“ Die U16 und U18 hat sich mit Aachen, Köln und Maastricht zu einer Spielgemeinschaft zusammengetan und ist Teil der holländischen Liga: „So haben wir mehr Gelegenheit, in Turnieren zu spielen.“

Kontakt

Düsseldorf Dragons, Oberlörickerstraße 7, Düsseldorf-Lörick

Trainingszeiten für U8–U14
Montag 17.30 bis 19 Uhr: U16/U18, 19 bis 21 Uhr: Frauenmannschaft
Dienstag 19 bis 21 Uhr: Herren
Mittwoch 19 bis 21 Uhr: Frauen
Donnerstag 17.30 bis 19 Uhr: U16, U18, 19 bis 21 Uhr: Männer
Samstag 10 bis 11.15: Kinder von fünf bis neun (U8/U10)
Samstag 11.15 bis 13 Uhr und Dienstag 17.30 bis 19 Uhr: Kinder von zehn bis 13 (U12/U14)

Bei Interesse einfach vorbeikommen oder Thomas Lernout unter rugby [at] tus95.club (rugby[at]tus95[dot]club) oder +49 172 2118153 kontaktieren.

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