Die Düsseldorf Dragons wurden 1966 von britischen Soldaten gegründet, die auch fern der Heimat ihrem Lieblingssport nachgehen wollten. Der Verein wuchs und schloss sich Mitte der 90er dem TuS 1895 an. Heute gibt es etwa dreihundert „Düsseldorfer Drachen“ mit Spielern und Spielerinnen zwischen vier und gut 50 Jahren, mit einer großen, internationalen und lebendigen Community im Jugendbereich. Einfach vorbeikommen, Rugby ist ein sehr inklusiver Sport!
Was ist Rugby?
Die Mannschaftssportart Rugby entstand in England – angeblich, weil sich ein Spieler namens William Webb Ellis vor etwa 200 Jahren beim Fußballspielen langweilte. Er nahm den Ball in die Hand und rannte los. Und weil sich diese unerhörte und offenbar auch inspirierende Aktion an einer Schule in der englischen Stadt Rugby zutrug, heißt der Sport, der sich daraus entwickelte, heute noch so. In vielen anderen Ländern kannte man Rugby-artige Ballspiele aber schon viel früher: etwa in Frankreich, Italien oder Schottland. Das erste Rugby-Länderspiel fand in Edinburgh statt – 1871, England gegen Schottland. Schottland gewann 1:0.
Wie funktioniert’s?
Gespielt wird in Mannschaften mit 15 (Rugby Union), manchmal auch 13 (Rugby League) oder auch nur sieben Spielern (olympische Disziplin) und einem eiförmigen Ball. Ziel des Spieles ist, mehr Punkte als der Gegner zu machen, dafür hat man zweimal 40 Minuten Zeit, gespielt wird auf einem 100 mal 70 Meter großen Feld, wobei zur Länge des Feldes noch einmal jeweils der Raum hinter den Toren dazukommt (Malfeld) – das können bis zu 22 Meter auf jeder Seite zusätzlich sein. Da die Siebener-Turniere auch auf dem großen Feld stattfinden, dauern sie nur zwei mal sieben Minuten. Wichtigste Regel: Der Ball darf nie nach vorn geworfen werden, nur immer zur Seite oder nach hinten. Mit dem Fuß zu kicken ist aber in jede Richtung erlaubt. Die Spielenden teilen sich wie folgt auf: Vorn acht Stürmer:innen (das sind die Kraftpakete, die den Ball erobern wollen), dahinter sieben Sprinter:innen, die den Ball schließlich ans Ziel bringen.
Die wichtigsten Moves
1) Tacklen: Kommt ein:e Gegner:in mit Ball auf dich zu, umklammerst du sie oder ihn mit den Armen und versuchst, die Person kontrolliert zu Boden zu bringen. Gelingt das, muss sie den Ball sofort loslassen.
2) Try (Versuch): Mit dem Ball in der Hand in die gegnerische Endzone rennen und dann bewusst auf dem gegnerischen Malfeld ablegen. Gibt fünf Punkte.
3) Conversion (Erhöhung): Gelingt es, den Ball auf dem Malfeld abzulegen, darf jemand aus dem Team versuchen, ihn von dort durch die Stangen zu kicken. Dafür gibt es zusätzliche zwei Punkte.
4) Scrum (Gedränge): Neustart nach einem kleinen Fehler. Dafür drängen sich jeweils acht Spielende um den Ball in der Mitte und versuchen, ihn nur mit den Füßen zu sich zu schaufeln.
5) Strafkick nach Foul: Dann darf man in Ruhe Ball durch die Stangen kicken (drei Punkte).
6) Dropkick: Spielende:r lässt Ball fallen und kickt ihn in dem Moment, in dem er wieder hochspringt, durch die Stangen (drei Punkte).
7) Line-out (Seitenaus): Spieler:innen bilden eine Gasse, Ball wird in die Mitte geworfen, Spieler:innen heben einander in die Luft, um Ball zu erwischen.