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Nachgefragt

Wir haben mit Thomas Lernout, Trainer bei den Düsseldorf Dragons, und zwei Kindern, die er trainiert, über Rugby gesprochen.

Porträt von Thomas Lernout

Pia Arras-Pretzler

20.07.2026

Lesezeit 2 Minuten

Was muss ich über Rugby wissen?

Rugby fordert nicht nur den Körper, sondern auch den Geist: Man agiert unter Druck, und man muss mutig sein, weil man sich gegen die gegnerische Mannschaft behaupten will. (Thomas, 51)

Man muss wissen, dass man schon sehr oft dreckig wird, aber eigentlich ist es auch sehr, sehr cool, und man macht ganz viel Sport. (Emile, 10)

Man darf sich nicht wundern, wenn man umgeschmissen wird. (Nele, 8)

Warum ist das dein Sport?

Ich mag, dass es ein Teamsport ist – keiner der Spieler kann allein etwas erreichen, nur als Team. Und ich finde die Werte wichtig, die im Rugby hochgehalten werden: Disziplin, Integrität, Leidenschaft, Respekt und Solidarität. Außerdem mag ich diese Körperlichkeit, sich voll einzubringen. (Thomas, 51)

Ich mag es, mich ganz viel zu bewegen, Körperkontakt zu haben, wenn man sich tackelt, und ich mag es, weil ich es schon sehr lang mache – ab vier Jahre hab ich es schon gemacht. (Emile, 10)

Weil ich da viel lerne und weil es mir Spaß macht, schnell zu rennen, und weil ich Kapitänin sein kann! (Nele, 8)

Welcher Typ sollte man sein, damit man an dem Sport Spaß hat?

Wenn man ein Teamplayer ist und keine Scheu vor Kontakt hat und dazu einigermaßen fit, dann findet wirklich jeder einen Platz im Team, egal ob dick oder dünn oder klein oder groß. Nicht alle müssen schnell sein, nicht alle müssen stark sein. Ich zum Beispiel bin eher klein, das ist aber auch gut so, weil ich hebe pro Spiel etwa 80 Mal den Ball vom Boden auf – jemand mit 1,90 hätte dabei keinen Spaß! (Thomas, 51)

Man sollte sportlich sein, nicht direkt aufgeben bei Turnieren, wenn man verliert, und … einfach mitmachen! (Emile, 10)

Man sollte schnell rennen können und mutig sein. (Nele, 8)

Für wen ist der Sport weniger geeignet?

Für Einzelgänger:innen und Menschen, denen es unangenehm ist, sich ins Gewühl zu stürzen. (Thomas, 51)

Für Leute, die schnell weinen und schnell aufgeben und die nicht gern in der Kälte spielen wollen. (Emile, 10)

Für Leute im Rollstuhl oder Leute, die verletzt sind. (Nele, 8)

Wie bist du dazu gekommen?

Ich komme aus Toulon, und mein Lehrer in der 4. Klasse liebte Rugby – wir machten im Sport nichts anderes. Rugby hat dort eine große Tradition, und wenn ich nicht Rugby gespielt habe, dann habe ich bei Rugby zugeschaut. (Thomas, 51)

Weil mein Bruder es gespielt hat und weil mein Vater aus Frankreich kommt, wo Rugby eine sehr beliebt Sportart ist. (Emile, 10)

Meine Mama hat einen Sport für meinen Bruder gesucht und dann bin ich auch mitgegangen und war am Anfang nicht so gut, aber ich wurde immer besser! (Nele, 8)

Wie oft trainierst du?

Ich trainiere zweimal wöchentlich mit der Herrenmannschaft, gehe ab und zu laufen, und weil ich dazu die Jugendmannschaft trainiere und auch Schiedsrichter bin, kommt pro Woche genug an Sport zusammen! (Thomas, 51)

Ich trainiere einmal pro Woche und jede Woche habe ich ein Turnier. Mein Bruder trainiert zweimal pro Woche. (Emile, 10)

Ich trainiere eigentlich jeden Tag – ich renne viel und ich zeige anderen, wie Rugby geht, das ist ja alles üben. Training ist jeden Samstag, da üben wir zum Beispiel passen und zeigen den neuen Kindern, was sie noch nicht so gut können. (Nele, 8)

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