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Die Mischung macht’s

Szenebar und Eckkneipe, Design und Kitsch, Bauernbrot und Buddha-Bowl – in Unterbilk findet man von allem etwas, weshalb wir Unterbilker auch selten einen Grund sehen, unser Viertel zu verlassen.

Weiße Taube auf menschenleerem Platz, im Hintergrund HĂ€user

Susanne Werding

05.01.2023

Lesezeit 2 Minuten

Los geht unsere kleine Runde im Freiluft-Wohnzimmer vom Kiez, dem FriedensplĂ€tzchen. Fast wie auf einer italienischen Piazza fĂŒhlt man sich hier: Da genießen Jung und Alt die Nachmittagssonne bei einem SchwĂ€tzchen, es wird Boule gespielt, Kinder dĂŒsen auf ihren Rollern herum. Im BĂŒdchen gegenĂŒber kann man sich ein Feierabendbier holen oder auf der Terrasse des CafĂ© Modigliani einen Wein trinken. Die Anwohnerinitiative FriedensplĂ€tzchen sorgt seit 1997 dafĂŒr, dass das PlĂ€tzchen Herz des Viertels ist und bleibt. Dazu tragen auch die zahlreichen Veranstaltungen bei, vom Nikolausbesuch ĂŒber das Sommerfest bis zum Trödelmarkt. SpĂ€testens Freitagnachmittag, wenn der rheinische Bauernmarkt stattfindet, trifft man hier immer auf bekannte Gesichter. Eltern legen auf dem  RĂŒckweg von der Kita-Runde einen Zwischenstopp ein, um eine TĂŒte Wellant-Äpfel und ein frisches Dinkelbrot fĂŒrs Wochenende zu holen. Auf dem FriedensplĂ€tzchen steht neben dem beliebten BĂŒcherschrank ĂŒbrigens auch „Friedchen Fielfraß“, ein Foodsharing-Fahrrad, das gut angenommen wird.

Die schönen Dinge des Lebens

Bevor wir auf dem PlĂ€tzchen versacken, gehts weiter Richtung Lorettostraße, ohne die Unterbilk nicht Unterbilk wĂ€re. Szenige Restaurants, schicke CafĂ©s, kleine inhabergefĂŒhrte GeschĂ€fte mit Mode, Schmuck oder Designermöbeln findet man hier genauso wie die Fromagerie, die Chocolaterie bittersĂŒĂŸ & edelweiß oder das Bilker Weinhaus. Man kann es sich definitiv gutgehen lassen im Viertel, wenn der Geldbeutel es hergibt. Auch der Blick nach oben, auf die wunderbar erhaltenen GrĂŒnderzeit-Fassaden ist ein Genuss. Man ahnt es: So viel Schönheit hat ihren Preis. In den letzten Jahren sind die Mieten im Viertel exponentiell gestiegen. Auch am Ende der „Lo“, rund um die Bilker Kirche und entlang der Bilker Allee, lockt eine abwechslungsreiche Gastronomie und individuelle LĂ€den. Wir legen einen kleinen Zwischenstopp bei den „Kaffeepiraten“ ein, wo ich einen leckeren Chai und die Kinder ein Vitaminmonster bekommen.

SpielplĂ€tze fĂŒr Klein und Groß

So gestĂ€rkt machen wir uns weiter auf den Weg entlang der Hauptverkehrsader Bilker Allee, auf der seit Kurzem glĂŒcklicherweise Tempo 30 gilt. So schaffen wir es, die breite Straße zu ĂŒberqueren, um einen Abstecher in den Florapark zu machen. Von allen schmerzlich vermisst wird die Florabar, die immer ein beliebter Treffpunkt fĂŒr Familien war und nun schon seit geraumer Zeit leer steht. DafĂŒr wurde der Spielplatz im Park neu gestaltet und ist jetzt mit dem großen, bunten KlettergerĂŒst auch fĂŒr Ă€ltere Kinder wieder spannend. Direkt daneben können sich Mama und Papa an die ebenfalls neue Sportanlage begeben und testen, ob es noch fĂŒr einen Klimmzug reicht. In unmittelbarer NĂ€he bietet der Spielplatz bei den Bilker Arkaden (eigentlich: DĂŒsseldorf Arcaden) mit dem herausfordernden KlettergerĂŒst aus Gummimatten noch mehr Nervenkitzel. Übrigens gehören die Bilker Arkaden, trotz anders lautendem Namen, zu Unterbilk und sind, wie Shoppingcenter halt sind, nicht schön, aber praktisch.

Dorfidylle in der Stadt

Vom manchmal etwas zugigen „Top of Bilk“ fĂŒhrt unsere letzte Etappe zurĂŒck durch den Florapark, ĂŒber Bilks zweite Hauptverkehrsader, den FĂŒrstenwall, hinein in die schmale Reichsgasse. Der StadtlĂ€rm bleibt hinter uns zurĂŒck. Die Kinder lieben diesen „Geheimweg“ zum StĂ€ndehauspark, weil sich die AtmosphĂ€re hier so anders anfĂŒhlt als im Rest des Viertels. „Ein bisschen wie bei Oma“ sei es hier, zumindest auf der linken, der alten Seite des GĂ€sschens mit den alten LandhĂ€usern. Hier befindet sich auch das Padmavati: Wer durch die TĂŒr der Nummer 57 tritt, findet sich plötzlich in einem fast tropisch anmutenden Innenhof mit leise plĂ€tscherndem Wasserlauf wieder. Ayurveda-Therapeutin Daniela Reich-Perulli hat sich hier eine kleine Stadt-Oase aufgebaut, in der Massagen, Kochkurse und Yoga angeboten werden. Wir schließen unsere Tour ausnahmsweise mit einem Kinder-Cocktail auf der Terrasse der Pardo-Bar im K21 ab und sind uns einig, dass unser Viertel ganz schön abwechslungsreich ist.

Daten & Fakten

Bevölkerungszahl 19300 ‱ Altersdurchschnitt 42,4 Jahre ‱ FlĂ€che 195 Hektar ‱ 7 % GrĂŒnflĂ€chen, 11 % GemeinbedarfsflĂ€chen, 34 % VerkehrsflĂ€chen, 34 % WohnbauflĂ€chen ‱ Haushalte 66 % Singlehaushalte, 11 % Familien mit Kindern unter 18 Jahren

Quelle: Landeshauptstadt DĂŒsseldorf – Amt fĂŒr Statistik und Wahlen, Stand 31.12. 2021

Im Mittelpunkt der Familie

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