Inline-Skaterhockey wird mit einer ganz ähnlichen Ausrüstung und nach ähnlichen Regeln wie Eishockey gespielt, nur eben auf Inlinern und mit einem Ball. Der Sport entstand in den USA und Kanada ursprünglich zur Überbrückung im Sommer, bis wieder richtig Eishockey gespielt werden konnte. In Deutschland hat sich Inline-Skaterhockey ab Mitte der 1980er-Jahre als eigenständiger Sport mit Sportverband, Wettbewerben und Vereinsleben etabliert – die Düsseldorfer Rams zum Beispiel gibt es seit 1987.
Was ist der Unterschied zu Inline-Hockey?
Inlinehockey wird wie Eishockey mit einem Puck nach etwas anderen Regeln gespielt. Dafür braucht man aber spezielle Hallen, denn nicht jeder Untergrund eignet sich für den Puck. Inline-Skaterhockey mit dem Ball kann man hingegen überall spielen, drinnen in Turnhallen oder draußen auf Anlagen mit glattem Untergrund.
Ab welchem Alter?
Bei den Düsseldorfer Rams geht es ganz entspannt mit der Laufschule los, etwa ab drei, vier Jahren. Stefan Sporken aus dem Vorstand erzählt, wie er zum Verein gekommen ist: „Wir fanden, unsere Tochter sollte Rad fahren, schwimmen und inlinern können. Manchmal ist es aber besser, wenn man so etwas seinem Kind nicht selbst beibringt – diese Erfahrung machen viele Eltern. Ich bin zwar Eishockey-affin, aber zu den Rams und zur Laufschule sind wir durch Zufall gestoßen.“ Die Laufschule findet mittwochs und sonntags statt, dort lernen Kinder in einer geschützten Umgebung spielerisch, sich auf Inlinern sicher zu bewegen. Wichtig zu wissen: Die Laufschule ist kein fester Kurs, sondern ein Training, zu dem man einfach vorbeikommen kann. Bezahlt wird immer nur der einzelne Termin – oder man besorgt sich eine Zehnerkarte, wenn absehbar ist, dass das Kind Feuer gefangen hat. An Ausrüstung wird nur benötigt, was man sowieso zu Hause hat: Inliner, Fahrradhelm, Knie- und Handgelenksschützer.
Wie kann es dann weitergehen?
Bewegt sich ein Kind sicher auf Inlinern, wird in der Laufschule schon mal angefragt, ob es nicht mal in den Mannschaftssport schnuppern möchte. Das geht unkompliziert in den jeweiligen Mannschaften oder beim Format „Hockey Future“: Dieses Angebot richtet sich an Skaterhockey-Anfänger zwischen vier und zwölf Jahren und findet immer samstags am Vormittag statt. Die doch recht umfangreiche Schutzausrüstung mit allem Zipp und Zapp kann man sich ausleihen.
Vorteile des Sports
„Jeder Sport trainiert auf die eine oder andere Weise nicht nur Kraft und Kondition, sondern auch Durchhaltevermögen oder wie man mit Frust umgeht. Insofern ist jeder Sport eine gute Sache, finde ich. Fußball zum Beispiel ist sehr präsent und hat eine große Marktmacht. Wenn man aber Lust auf eine Herausforderung hat, die einen motorisch wirklich weiterbringt, halte ich Inline-Skaterhockey für eine coole Alternative, weil man auch noch Inliner an den Füßen und einen Schläger in der Hand hat“, gibt Stefan Sporken zu bedenken. Mannschaftssport sei grundsätzlich eine echte Herausforderung für die Kleinen, erklärt er: „Das beginnt beim Umziehen und geht dann weiter, wenn sie das erste Mal gegen fremde Kinder spielen – Kinder spielen normalerweise ja immer nur mit bzw. gegen andere Kinder, die sie kennen. Und dann stehen sie plötzlich in einer Halle mit Publikum und sollen sich konzentrieren, Opa und Oma auf der Tribüne ausblenden, aufs Spiel fokussiert bleiben und auch noch auf ihren Trainer hören.“