Etwas lauert in den Tiefen des Meeres. Zumindest befürchten das einige. Etwas bedroht von dort aus die menschliche Existenz, der Kraken vielleicht oder ein anderes uraltes Wesen. Der Oktopus gehört nicht gerade zu den beliebtesten Tieren: In Film, Literatur und in mythologischen Geschichten aus verschiedenen Regionen der Welt werden Kraken immer wieder als Bedrohung dargestellt – als ruchlose, schleimige, dämonische Monster und Schiffszerschmetterer, während die Wissenschaft über ihre Fähigkeiten, Eigenarten und Intelligenz staunt. Die Faszination für die Welt der Kraken ist die Inspiration für diese Tanzperformance.
Täglich ereignen sich neue Katastrophen, Trümmer unserer Welt treiben um uns herum. Wir versuchen uns neu zu ordnen. Aber dieses Mal übernimmt ein Oktopus die Regie. Gebaut aus Teilen von Motoren, Kabeln, Batterien, Arduino-Anzügen und menschlichen Körpern wird das Tanzstück Ultramarine Sway zu einem lebendigen Denkmal für Oktopoden, die unsere menschliche Vorstellung von einem findigen und kreativen Körper herausfordern. Wie die Kraken, die immer versuchen, irgendwo anders zu sein als dort, wo man sie erwartet, erleben wir gemeinsam Momente der Entgrenzung, vorübergehenden Transformationen und geben Raum für Bewegung und Empathie weit über den menschlichen Körper hinaus. Können wir die Art und Weise, wie wir diese Kreatur wahrnehmen, ändern? Können wir sie aus einer anderen Perspektive betrachten, unsere Furcht vor neuen Wegen ablegen und in Neugierde und Lust am Unbekannten verwandeln?
Dauer: 40 Min.
Einsatz von lauter Musik und Nebel.