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Endlich Schulkind! Tipps für den ersten Tag

Noch sind Sommerferien – und je nach Schließzeiten der Kita und dem Auslaufen des Betreuungsvertrags erfahren einige Familien bereits jetzt, wie es ist, wenn man nun an die Schulferien gebunden ist und einen langen Sommer überbrücken muss. Genau passend zum Monatswechsel ist es dann so weit: Für die i-Dötzchen beginnt ein neuer Lebensabschnitt. 

Mädchen steht mit einer großen Schultüte auf dem Schulhof, im Hintergrund eine Gruppe von Leuten

Aus der Redaktion

17.08.2026

Lesezeit 2 Minuten

Schultüten – und was danach daraus wird

Woher kommt dieser Brauch eigentlich? Ihren Ursprung hat die „Zuckertüte“ in Thüringen und Sachsen Anfang des 19. Jahrhunderts und wurde im Erzgebirge bereits fabrikmäßig hergestellt, noch bevor sie rund 100 Jahre später im restlichen Land Einzug erhielt. Eine Überlieferung ist, dass laut einer Kindergeschichte Zuckertütenbäume auf den Schuldächern den Übergang ins neue Schulleben versüßen sollten. Wenn die Tüten reif waren, war es an der Zeit, sie zu pflücken und in die Schule zu gehen. Viele Schulen in Ostdeutschland hatten dazu sogar Drahtgestelle auf dem Dach, von denen die Zuckertüten geangelt werden konnten. 

Warum eigentlich i-Dötzchen? 

Im rheinischen Dialekt ist ein Dötzken ein kleines Kind und früher haben die Schulanfänger:innen zuerst den Buchstaben i gelernt.

Heute gibt es Schultüten in allen möglichen Varianten: fertig gekauft, als Bastelset aus dem Internet oder als Rohling zum Selbstgestalten, zum Beispiel bei Creativ Discount auf der Himmelgeister Straße 50 in Bilk. Wer etwas Langlebigeres möchte – und bereit ist, ein bisschen mehr zu investieren – bestellt online eine genähte Schultüte aus Stoff. Die lässt sich nach dem großen Tag mit einer passenden Füllung als Kissen weiterverwenden. Aber auch eine Papiertüte kann noch eine weitere Verwendung finden. Unser Lieblingsfund aus dem Netz ist die Zeitkapsel zur Einschulung: Abends, wenn die Schultüte längst geleert ist, könnt ihr euch auf besondere Art auf den ersten richtigen Schultag einstimmen. Eine kleine Papierrolle mit aktuellem Steckbrief des Kindes, eine Tageszeitung, ein Handabdruck, vielleicht auch ein Brief an euer Kind, … Versiegelt wird das Ganze bis zu einem späteren Datum und das Schöne daran? Die Erinnerungstüte lässt sich komplett selbst machen und kostet so gut wie nichts.

ABC bunte Buchstaben

Drei schnelle Tipps    

• Sanft in die Routine An manchen Schulen kann man die OGS-Ferienbetreuung bereits in Anspruch nehmen. Eine gute Gelegenheit, sanft in die neue Routine zu kommen und den Weg regelmäßig abzugehen.
• Essen gehen mit Extra Manche Restaurants überraschen Einschulungskinder mit einer kleinen Aufmerksamkeit. Bei L’Osteria gibt es zum Beispiel Mini-Schultüten, die mit kleinen Überraschungen gefüllt sind. Einfach direkt bei der Reservierung nachfragen.
• Simpler Kuchen kurz aufgehübscht Eine Eiswaffel als Mini-Schultüte auf einen Blechkuchen legen und mit Buchstaben-Streuseln verzieren – fertig ist der Hingucker, ohne viel Aufwand.

Und die Zeit danach?

Natürlich ist man neugierig, wie es dem Kind in der neuen Schule ergeht – leider bekommt aber auf einmal viel weniger mit als noch in der Kita. „Wie war dein Tag?“ – „Gut.“ Diesen einsilbigen Dialog kennen viele Eltern. Probiert es doch mal so:

Erst mal Bewegung Was der Kopf den ganzen Tag geleistet hat, müssen die Beine nun ausgleichen. Lässt sich auf dem Weg nach Hause ein kleines Hüpfespiel einbauen? Oder ein kurzer Stopp auf dem Spielplatz? Auch zu Hause reichen schon ein paar Minuten Bewegung, um wieder runterzukommen nach dem langen Arbeitstag. Viele Kinder sind danach entspannter – und erzählen dann ganz von selbst, was sie erlebt haben. Übrigens tut auch uns Erwachsenen eine kleine „Flitzepause“ gut.

Selbst den Anfang machen Erzählt eurem Kind auf dem Heimweg ein, zwei Dinge von eurem eigenen Tag – was war besonders witzig, was war heute anstrengend. Das öffnet das Gespräch und gibt eurem Kind Beispiele dafür, welche Dinge vom Tag berichtet werden könnten. Und keine Sorge, was es zum Mittagessen gab, werdet ihr sicher auch noch erfahren.

Vor allem gilt Dem Kind Zeit geben, anzukommen. Manche möchten einfach nicht sofort reden. Oft kommen die schönsten Geschichten erst beim Abendessen oder vor dem Einschlafen.

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