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Unverträglichkeiten - wenn Essen Bauchweh macht

Liegt eine Lebensmittelintoleranz vor verträgt der kleine Körper bestimmte Lebensmittel oder deren Bestandteile nicht oder nur schlecht. Schuld daran sind fehlende oder zuwenige Enzyme, die dann die Verdauungsproblemen verursachen. Eine Intoleranz kann von Geburt an vorliegen oder sich erst später entwickeln. Am häufigsten treten Unverträglichkeiten gegenüber Fruktose (Fruchtzucker), Laktose (Milchzucker) und Gluten (Kleibeeiweis in Getreide) auf.

Kind auf dem Sofa trinkt aus einer Schale

Aus der Redaktion

17.03.2022

Lesezeit 2 Minuten

Laktoseintoleranz

Rund die Hälfte unserer Mitbürger entwickelt im Laufe des Lebens eine Intoleranz gegen den Zucker in der Milch (Laktose). Durch das Fehlen oder die nicht ausreichende Produktion des Enzyms Laktase kann der Darm die Laktose nicht aufgespalten. Typische Symptome sind Blähungen, Bauchkrämpfe, Übelkeit und Durchfall. Milch enthält besonders viel Laktose, ebenso Käse, Eis und anderen Milchprodukten. Ohne Milch und Milchprodukte im Speiseplan kann ein Calciummangel auftreten. Calciumhaltige, pflanzliche Lebensmittel wie Spinat, Brokkoli, weiße Bohnen, Mandeln oder mit Calcium angereicherte Milchersatzgetränke können dem entgegenwirken. Übrigens sind gereifte Hartkäsesorte wie Emmentaler oder Gouda nahezu laktosefrei und können bedenkenlos verzehrt werden. Eine Laktoseintoleranz ist nicht zu verwechseln mit einer Milcheiweißallergie, von der üblicherweise Babys und Kleinkinder betroffen sind und die beim Verzehr Hautausschlag und Atemnot entwickeln können.

Glutenunverträglichkeit/Zöliakie

Bei einer Zöliakie entzünden sich die Darmzotten im Dickdarm, die dafür zuständig sind, die Nährstoffe aus unserem Essen in den Blutkreislauf zu leiten. Essen Betroffen Getreide mit Gluten, lösen sich die Darmzotten frühzeitig ab und können ihre Aufgabe nicht übernehmen. Der Körper erhält also so nicht mehr genug Nährstoffe. Eine echte Glutenunverträglichkeit tritt eher selten auf, Eltern sollten dennoch hellhörig werden, wenn sie bei ihrem Kind typische Symptome wie Bauch- und Magenkrämpfe feststellen und es an Durchfall und Erbrechen nach dem Essen leidet. Meist sind die Kinder auch untergewichtig. Ist das Kind von einer Zöliakie betroffen, hilft nur eine konsequente Ernährungsumstellung. Mittlerweile gibt es eine breite Produktpalette und viele spezielle Rezepte, sodass die betroffenen Kinder nicht mehr auf Brot, Kuchen oder Pasta verzichten müssen.

Was können Eltern tun?

Bevor Eltern bei Verdacht eine möglicherweise einseitigen Diät bei ihrem Kind starten, sollten sie ihre Sorge mit dem Kinderarzt besprechen. Das Führen eines Ernährungstagebuchs, das auch die entsprechenden Symptome vermerkt, ist dabei hilfreich. Erhärtet sich ein Verdacht, führt der Arzt Atemtests und Blutproben durch, um Gewissheit zu schaffen. Die Diagnose gehört in die Hände eines allergologisch spezialisierten Kinderarztes, denn die Ergebnisse sind nicht immer eindeutig. Nur nach einer ärztlichen Diagnose sollten Eltern mit eine langfristige Ernährungsumstellung vornehmen. Stellt der Kinderarzt eine Allergie oder Unverträglichkeit fest, kann er eine Ernährungstherapie bei einem Ernährungsberater verordnen. Dieser erstellt einen persönlichen Essen- und Ernährungsplan mit dem kleinen Patienten, der die unverträglichen Lebensmittel ausschließt und Alternativen aufzeigt. Die Krankenkassen bezuschussen in den meisten Fällen die Beratung. Trotz Unverträglichkeiten können sich die meisten Kinder vielfältig und gesund ernähren. Die Umstellung kann anfangs allerdings etwas Geduld und einiges an Organisation erfordern.

Fruktoseintoleranz und Fruktosemalabsorption

Eine echte Fruktoseintoleranz, bei der dem Kind das Enzym zur Verstoffwechselung des Fruchtzuckers fehlte, kommt zum Glück selten vor. Viel häufiger tritt hingegen die Fruktosemalabsorption auf, bei der der Körper nur eine gewisse Menge an Fruchtzucker toleriert. Auch hier leiden die Betroffenen an Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall, oft wird bei diesen Symptome fälschlicherweise ein Reizdarm diagnostiziert. Nach der ärztlichen Diagnose muss das Kind erstmal komplett auf Fruktose in der Nahrung verzichten bis die Beschwerden abklingeln. Danach gilt es herauszufinden, wo die persönliche Toleranzgrenze liegt. In kleinen Schrittten können Eltern mit ihrem Kind  ermitteln, wie viele Früchte gegessen werden können, bis die Symptome wieder auftreten. Kleine Mengen an Obst kann das Kind dann wieder gut vertragen.

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