Wenn in den Sommerferien Schulen und Ganztagsangebote schließen, fallen für viele Familien verlässliche Strukturen, Betreuungsangebote und wichtige Entlastungen im Alltag weg. Der Kinderschutzbund Düsseldorf bringt daher ein mobiles, kostenfreies Spiel- und Beratungsangebot direkt in die Stadtteilen. Mit dem Projekt BLAUER ELEFANT auf Rädern bringt er in den gesamten sechs Ferienwochen vom 20. Juli bis zum 1. September 2026 immer nachmittags ein mobiles, kostenfreies und niedrigschwelliges Spiel- und Beratungsangebot direkt in die Lebensräume der Kinder und Familien.
Das speziell ausgestattete Fahrzeug steuert an rund 30 Einsatztagen gezielt Spielplätze, Parks und Unterkünfte für Geflüchtete in den Düsseldorfer Stadtbezirken 9 und 10 an.
Der wöchentliche Fahrplan im Überblick
Montags: Unterkünfte für Geflüchtete
Dienstags: Platz der Kinderrechte im Volksgarten
Mittwochs: Wasserspielplatz auf der Peter-Behrens-Straße (Garath)
Donnerstags: Spielplatz auf der Geeststraße (Holthausen)
Freitags: Unterkünfte für Geflüchtete
Jeweils von 15 bis 18 Uhr.
Spielraum für Kinder, Beratung für Eltern
Während die Kinder an kreativen Spiel- und Bewegungsangeboten teilnehmen und spielerisch ihre Kinderrechte – wie das Recht auf Freizeit, Erholung und gewaltfreie Erziehung – kennenlernen, finden die Eltern in vertrauter, ungezwungener Atmosphäre ein verlässliches Beratungsangebot für Alltags- und Erziehungsfragen. So entstehen wertvolle, niedrigschwellige Beratungskontakte mit Müttern und Vätern, die sonst häufig keinen Zugang zu klassischen Beratungsangeboten finden.
Projektleiterin Lilli Haase betont die Bedeutung des Vorhabens: „Das Projekt ist einfach toll, weil es verlässliche Strukturen direkt dorthin bringt, wo die Familien leben. Wir schaffen damit einen Raum für unbeschwerte Momente, in dem Kinder durch Spiel, Sport und Kreativität ihre Selbstwirksamkeit entdecken, Gemeinschaft erleben und einfach eine gute Zeit haben können. Gleichzeitig entlasten wir die Eltern spürbar in ihrem Alltag.“ Ein ganz besonderes Anliegen ist ihr dabei die finanzielle Unterstützung: „Ein großes Dankeschön geht an die Magdalene Gerhard Stiftung, die dieses Ferienprojekt mit einer Förderung unterstützt. Ohne dieses großartige Engagement könnten wir das pädagogische Programm vor Ort gar nicht realisieren.“