In einer nahen Zukunft wird der Staat Ozeanien nicht mehr von Menschen regiert, sondern von einer hochentwickelten künstlichen Intelligenz namens Solon. Alles wirkt kantenlos, glatt und perfekt gestaltet – doch hinter der makellosen Oberfläche steckt ein System, das jeden Lebensbereich kontrolliert. Die mächtige, patriarchale KI Solon entscheidet über Arbeit, Freizeit, Beziehungen und Informationen und sogar darüber, ob und wie Familien gegründet werden dürfen. Wahrheit ist nur noch eine Zahl im System. Die Überwachung ist allgegenwärtig – umfassender und raffinierter, als selbst George Orwell sie sich je hätte ausmalen können.
In dieser Welt lebt Winston, einer der letzten menschlichen Programmierer, die noch direkt mit dem System arbeiten. Nach einem schweren Cyberangriff auf Ozeanien durch das feindliche Eurasien stößt Winston auf etwas, das nicht in Solons perfekte Ordnung passt. Diese Entdeckung bringt ihn dazu, alles zu hinterfragen, woran er bisher geglaubt hat. Sein scheinbar stabiles Weltbild beginnt zu bröckeln.
Kim Langners moderne Neuinterpretation von George Orwells berühmter Dystopie „1984“ erzählt mit Humor, Überzeichnung und manchmal grotesken Bildern von einer digitalen Überwachungswelt – und zeigt, wie gefährlich es wird, wenn Technologie nicht mehr dem Menschen dient, sondern der Mensch der Technologie. Regisseurin Katharina Birch, die bereits an vielen renommierten Theaterhäusern Produktionen für junges Publikum realisiert hat, bringt die Uraufführung dieser Neuinterpretation für alle ab zwölf Jahren auf die Bühne des Central.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren
YouTube immer entsperren? Passen Sie ihre Einstellungen an.